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HDE: Lockdown lässt Verbraucherstimmung auch im Februar sinken

Von Jan Schroder

1. Feb. 2021

Einzelhandel

Angesichts der anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat sich die Kauflaune der deutschen Verbraucher nach Erkenntnissen des Handelsverbands Deutschland (HDE) erneut verschlechtert. Das HDE-Konsumbarometer sei im Februar weiter gesunken, erklärte die Branchenorganisation am Montag. Damit befindet sich der Index, der auf der Befragung von 1.600 repräsentativ ausgewählten Haushalten zu konsumrelevanten Themen beruht, seit nunmehr vier Monaten im Abwärtstrend: Nach 94,93 Punkten im Januar erreichte er im Februar nur noch 94,36 Punkte.

In den kommenden Wochen werde das Verhalten der Verbraucher „eher durch Sparen denn durch Konsumieren geprägt sein“, erklärten die Autoren der Studie. „Aus Sorge vor Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit hielten viele Menschen ihr Geld zusammen, vor allem aber dürften die zeitweisen Schließungen im Einzelhandel sowie im Tourismus- und Gastronomiebereich den Konsum gebremst haben.“ Auch für den Februar ermittelten sie eine steigende Spar- sowie eine sinkende Anschaffungsneigung bei den befragten Verbrauchern.

Etwas zuversichtlicher zeigten sich die Umfrageteilnehmer immerhin hinsichtlich der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der individuellen Einkommenserwartung. Beide Indikatoren lagen leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats. Mit der Verlängerung des Lockdowns halte der „die Bevölkerung belastende Zustand“ aber weiter an, betonten die Studienverfasser. Daher seien „weiterhin keine großen Impulse beim privaten Konsum in den ersten Monaten des Jahres 2021“ zu erwarten. „Ändern wird sich dies erst, wenn der Umfang der Impfungen und das Infektionsgeschehen eine Aufhebung des Lockdowns und damit eine Stimmungsaufhellung bei den Verbrauchern ermöglichen“, erklärten die Marktforscher.

Foto: Tatyana Volobueva/Sputnik via AFP