HDE sieht Konsumlaune im April „auf Talfahrt“
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Die Stimmung der deutschen Verbraucher:innen hat sich weiter verschlechtert. Das geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage hervor, die der Handelsverband Deutschland (HDE) am Dienstag veröffentlichte.
Die Konsumlaune befinde sich „derzeit auf Talfahrt“, erklärte die Branchenorganisation unter Berufung auf das HDE-Konsumbarometer für den April. Der monatlich ermittelte Index, der auf der Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, war im Vergleich zum Vormonat März erneut gesunken. Nun würden „die weiteren wirtschafts- und geopolitischen Entwicklungen“ darüber entscheiden, ob sich „die Verbraucherstimmung absehbar wieder erholen kann oder nicht“, heißt es in einer Mitteilung.
Nach Angaben des Verbands fielen insbesondere die Erwartungen der Befragten hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung pessimistischer aus als im vergangenen Monat. Ein wesentlicher Grund sind die inzwischen spürbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs. Infolgedessen schätzten die Verbraucher:innen auch die voraussichtliche Entwicklung der eigenen Einkommenssituation negativer ein als zuletzt.
Der Handelsverband erwartet ein „wirtschaftlich herausforderndes Jahr“
Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten planen die Befragten nun, verstärkt Ersparnisse anzulegen. Gleichzeitig stieg aber auch die Anschaffungsneigung. Dies sei ein „positiver Lichtblick“ in der derzeit düsteren Gesamtsituation, betonte der HDE.
Das Fazit der Branchenorganisation fiel aber insgesamt ernüchternd aus. „Die stark sinkende Verbraucherstimmung ist ein Indikator für ein erneut wirtschaftlich herausforderndes Jahr“, erklärte der Verband. „Auch die aktuell diskutierte mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie die anhaltende unsichere geopolitische Lage haben negativen Einfluss auf die Verbraucherstimmung.“ Vor diesem Hintergrund sei „auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen“, so der HDE.