HDE: Verbraucherstimmung im Juni wieder im Aufwind

Diverse weltpolitische Unwägbarkeiten können den Deutschen derzeit nicht die Kauflaune verderben. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer für den Monat Juni hervor, das der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag vorstellte. Nachdem die Verbraucherstimmung im Vormonat ein wenig gesunken war, hat sie sich der Studie zufolge im Juni wieder leicht verbessert: Das HDE-Konsumbarometer, das auf der Befragung von 2.000 Personen beruht, stieg von 100,96 Punkten auf 101,31 Punkte.

Von drohenden wirtschaftlichen Risiken, etwa aufgrund der US-Handelspolitik, lassen sich die Deutschen demnach kaum beeindrucken. Sowohl die Entwicklung der allgemeinen Konjunktur als auch die der individuellen Einkommen sahen die Befragten optimistischer als vor einem Monat. Infolgedessen stieg auch die Anschaffungsneigung. Der entsprechende Indikator erreichte nach Aussage der Studienverfasser im Juni sogar „ein neues Allzeithoch“.

„Nach dem Rückgang im Mai steigt die Verbraucherstimmung wieder etwas an. Insgesamt liegt das HDE-Konsumbarometer damit weiter auf einem hohen Niveau“, resümierte Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer der Verbandes. Das könnte sich jedoch in absehbarer Zeit ändern. Als Warnsignal deuten die Autoren der Studie etwa den Anstieg der Sparneigung im Juni. „Die privaten Haushalte sorgen für eine Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage zum Ende des Jahres vor“, erklärten sie. „Reicht der Blick also über die nächsten Monate hinaus, haben die betrüblichen Aspekte der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Lage eventuell doch einen gewissen Effekt.“

Foto: ECE
 

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