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Prints und Drucke: Fünf Trends, die Sie im Auge haben sollten

Von Rachel Douglass

11. Aug. 2022

Messen

Bild: Just Around the Corner Manchester 2022 - Foto: FashionUnited

Insgesamt 125 Marken stellten auf der zweiten Ausgabe der Messe Just Around the Corner (JATC) in Manchester aus, die vom 2. bis 3. August stattfand. Die teilnehmenden Marken waren in Zonen aufgeteilt, die ihrem jeweiligen Segment gewidmet waren, darunter auch die neue Abteilung ‚The Edit‘, die sich an Marken für eine reifere DOB-Zielgruppe richtete.

Während die Bekleidungstrends der einzelnen Marken und Kollektionen für die kommende Frühjahr/Sommer-Saison 2023 unterschiedlich waren und oft miteinander kollidierten, gab es konsistente und eindeutige Elemente, die bei allen Teilnehmenden zu sehen waren. FashionUnited fasst im Folgenden einige der auffallendsten Trends auf der JATC Manchester zusammen.

Fluoreszierende Farbtöne

Viele Marken spielten in dieser Saison mit Farbe und mischten und kombinierten verschiedene Farbschemata in einer dynamischen Palette aus Drucken und Silhouetten. Ein bestimmter Farbtrend stach jedoch aus der Masse hervor: fluoreszierende Farben. Dieser wurde vor allem in Color Blocking und kontrastierenden Tönen in zahlreichen Kollektionen verwendet. Eine beliebte Farbe innerhalb des Trends war Hot Pink, ein Farbton, der zu dem anhaltenden Aufschwung der ‚Barbiecore‘-Ästhetik passen könnte, die mit dem kommenden ‚Barbie‘-Film in Verbindung gebracht wird. Bilder vom Set des Films, in dem Margot Robbie und Ryan Gosling Barbie und Ken spielen, hatten im vergangenen Monat die sozialen Medien erobert. Die Damenmode führte den Trend der fluoreszierenden Farben an, aber die leuchtenden Farben waren auch in einer Handvoll Accessoire-Kollektionen zu sehen, darunter Reisetaschen und Socken.

(Von links) Bild: Haven, FRNCH, Ichi - photo by FashionUnited

Grafische T-Shirts

Viele Streetwear-Marken, die auf der Messe vertreten waren, versahen das einfache T-Shirt mit aussagekräftigen Grafiken, wie Totenköpfen oder Tiermotiven. Während Ed Hardy an seinen charakteristischen Designs in frischen neuen Formen festhielt, setzten andere Marken auf schlichtere Drucke oder auf Typografie, ohne dabei auf ein auffälliges Image zu verzichten. Im Gegensatz zu den Streetwear-Marken griffen auch einige Damenmode-Labels den Trend auf und entschieden sich stattdessen für grafische T-Shirts mit Kritzeleien oder kunstvollen Pinselstrichen, die dem Look eine ‚femininere‘ Note verliehen. Viele Herrenmode-Labels hingegen setzten den Trend mit einprägsamen Zitaten und College-inspirierten Formaten für eine Auswahl ihrer T-Shirts um.

(Von links) Bild: Religion, Ed Hardy, Alpha Industries - Foto: FashionUnited

Kräftige Blumen

Zwei florale Looks waren bei den Damenmode-Marken vorherrschend: fließende, pinselstrichartige Prints und grafische Blumenmotive. Letztere setzten sich jedoch durch und kamen bei einer Vielzahl von Marken vor, die diesen Stil als Statement-Look für die kommende Saison unterstrichen. Dieser Trend basierte fast ausschließlich auf Blockfarben, meist in hellen Tönen. Ein gemeinsamer Faktor war die Platzierung der grafischen Blumen auf einem einfarbigen Hintergrund, wodurch sich die einzelnen Blumenformen abheben konnten. Das Design war besonders bei Marken verbreitet, die sich an eine reifere Kundschaft richten. Es verlieh den Kollektionen eine gewisse Verspieltheit und ergänzte die durchgängigen Farbthemen.

(Von links) Bild: Compañia Fantástica, Hell Bunny, Poppyfield the Label - Foto: FashionUnited

Organische und neutrale Töne

Als Gegenentwurf zu dem Trend der fluoreszierenden Farben entschieden sich viele Marken stattdessen dafür, bei ihren gesamten Kollektionen vor allem auf neutrale Farben zu setzen. Besonders auffällig war dies bei den Ausstellenden in der ‚Sustainable‘-Zone der Veranstaltung, die sich hauptsächlich auf Oberbekleidung und Outdoor-Lifestyle-Marken konzentrierte, sowie in der Zone für Kundinnen reiferen Alters, ‚The Edit‘. In diesem Bereich setzten die Marken auf organische Neutraltöne wie Erdtöne, Beige und Raw Denim und boten ein zurückhaltendes und doch einzigartiges Angebot, das sich von den Kollektionen mit kräftigeren Farben abhob. Viele dieser Marken konzentrierten sich auch auf unbehandelte Materialien, experimentelle Silhouetten und zeigten einen erfrischenden Sinn für Freizeitkleidung.

(Von links) Bild: Caraclan, Chalk, Outerknown - Foto: FashionUnited

Geometrische Prints

Geometrische Prints bildeten einen weiteren Teil der Damenmode, der in der großen Auswahl an Kollektionen leicht zu erkennen war. Die Drucke variierten von aztekisch anmutenden Formen über fließende, von den 70er Jahren inspirierte Looks bis hin zu illusionistischen Designs, die alle eine große Vielfalt in das Angebot brachten. Viele dieser Entwürfe verwendeten auch markante und kontrastreiche Farbschemata, die die Kollektionen als Ganzes ergänzten und für etwas Abwechslung in eintönigen Linien sorgten und sie miteinander verbanden. Trotz der Inspiration durch häufig verwendete geometrische Muster boten viele der ausgestellten Drucke einen modernen Twist der Designs für eine jüngere oder eine ältere Ziegruppe.

(Von links) Bild: Capri, Carla Ruiz, Nümph - Foto: FashionUnited
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Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

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