Die Modewelt emigriert online: Digitale Talks und Events, wo sich einschalten lohnt

Mehr als ein Monat ist vergangen seitdem Länder weltweit begonnen haben, die Ausbreitung des Coronavirus mit Kontakt-Beschränkungen zu bekämpfen. Als Folge der neuen staatlichen Vorschriften wurden Modewochen, Messen und Konferenzen abgesagt oder finden nun digital statt. Das Gute an den neuen Angeboten ist, dass die Gesprächsrunden und Webinars online frei für alle von überall aus zugänglich sind.

Messen und Modewochen digital

Seit gestern findet die Denimmesse Kingpins anstatt in Amsterdam nun digital statt. Für alle, die es auch vorher nie in die niederländische Hauptstadt geschafft haben, ist jetzt also eine gute Gelegenheit ihr Wissen rund um den blauen Stoff bei Panels wie “Denim Daten: Was und wie Konsumenten einkaufen” aufzufrischen. Nach der digitalen Shanghai Fashion Week und Moskauer Modewoche hat jetzt auch die Londoner Modewoche ein digitales, für alle zugängliches Format angekündigt, das außerdem noch geschlechtsneutral sein soll.

Lieblingsdesigner hautnah

Die großen Modehäuser setzen ebenfalls auf das Internet, um weiter mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben. Die französische Luxusmarke Dior stellte die fast einstündige Ausstellungs-Doku “Christian Dior, Designer der Träume" im Musée des Arts Décoratifs” auf seinen Youtube-Kanal. Am Donnerstag kommt eine weitere Doku zur Haute Couture bei Dior aus dem Jahre 1949 online. Das italienische Modehaus Prada begann eine Gesprächsreihe “Possible Conversations”, die auf der Webseite angekündigt wurden und live auf dem Instagram-Kanal der Marke stattfinden. Am Mittwoch redeten der Mailänder Künstler Francesco Vezzoli und der Pariser Philosoph Emanuele Coccia über “Liebe in Zeiten des Coronavirus”. Auf Instagram gibt es mittlerweile so regelmäßig Livestreams von Designern, dass man sich auch einfach überraschen lassen kann - und dann spontan dem amerikanischen Designer Jason Wu beim Zubereiten von Frühlingsrollen in seiner Küche zuhause zusehen kann: “Man muss sie so falten”, erklärte Wu im Livestream. “Eigentlich so wie ein Hemd.”

CEOs und Gründer im Livestream

Wer sich in der Vergangenheit von manch hochkarätigen Konferenzen mit den Geschäftsführern von Modeunternehmen ausgeschlossen fühlte, kann das jetzt aus seinen eigenen vier Wänden nachholen. Das Modemagazin Vogue organisierte die Gesprächsreihe “Global Conversations”, bei der Geschäftsführer des italienischen Kaufhauses Rinascente und des US-Labels Tory Burch über die Zukunft des stationären Handel sprachen, oder Designer wie Stella McCartney und Marc Jacobs über die zukünftige Kreativität. Wer die Reihe verpasst hat, kann sie jederzeit auf dem Youtube-Kanal des Magazins nachschauen.

Auch bei den Fashioninnovation Worldwide Talks 2020 kann sich die Liste der Sprecher sehen lassen: Marie-Claire Daveu, Nachhaltigkeitschefin bei Kering, ist dabei, ebenso wie Ecoalf-Geschäftsführer Javier Goyeneche. Die Mitschnitte der Panels wurden bereits auf dem Youtube-Kanal der Organisation hochgeladen, für all diejenigen die das Live-Event verpasst haben. Auch bei der noch laufenden Fashion Revolution Week gibt es noch unter www.fashionrevolution.org/events-3/ einiges interessantes bezüglich einer nachhaltigen Modezukunft zu sehen.

Gewusst wie: Webinars zu E-Commerce

Im deutschsprachigen Raum bieten viele Unternehmen Webinars zum Thema E-Commerce an, die Einzelhändler beim verkaufen online zu Coronavirus-Zeiten helfen kann. Es gibt beispielsweise seit dem heutigen Donnerstag Webinars vom E-Commerce-Center des Kölner Instituts für Handelsforschung zu Themen wie “Corona Consumer & Market Check Vol. 2 – Wir lassen aktuelle Zahlen und Fakten sprechen!” am 28. April.

Auch die Unternehmensberatung Arvato Supply Chain Solutions bietet Webinare zu E-Commerce und Digitales seit Donnerstag - immer um 12 Uhr für die Mittagspause.

 

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