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Kaufland: mit erster Sportkollektion aus recycelten PET-Flaschen zu mehr Nachhaltigkeit

Von Simone Preuss

18. Dez. 2019

So stark ist derzeit der Trend zu mehr Nachhaltigkeit, dass zum Beispiel „grüne Textilien“ auch dort auftauchen, wo man sie vielleicht nicht erwartet. Die deutsche Lebensmittel-Handelskette Kaufland zum Beispiel bietet ab 2. Januar 2020 erstmalig eine nachhaltige Sportkollektion aus recycelten PET-Flaschen an. Zudem hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, den Anteil an recycelten Materialien bei Kleidungsstücken und Schuhen aus Kunstfasern in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Dies gab Kaufland am heutigen Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Alte PET-Flaschen, Fischernetze und Kunststoffabfall wurden laut Kaufland für die neue „grüne“ Sportlinie im Rahmen von in der Kleidung enthaltenem Polyester aus recyceltem und aufbereitetem Plastik verwendet. „Bereits heute verwenden wir für unsere Textilien aus Baumwolle wann immer möglich GOTS-zertifizierte Rohware in Bio-Qualität. Daher ist es nur konsequent, dass wir auch bei Kunstfasertextilien nachhaltig sind“, erklärt Johannes Mahrholdt, Geschäftsführer Einkauf Non Food International, in der Mitteilung.

Auch die in den Artikeln enthaltene Baumwolle wurde biologisch angebaut und ist GOTS-zertifiziert. Funktionalität hatte beim Design oberste Priorität und die Kleidung wurde mit innovativer Technik produziert. „Die Qualität der Sportkleidung aus recyceltem Plastik unterscheidet sich nicht von herkömmlicher Ware. Darüber hinaus ist sie atmungsaktiv und sitzt auch nach einer intensiven Fitnesseinheit perfekt“, ergänzt Mahrholdt.

Neue Kollektion besteht aus verschiedenen Artikeln für Männer und Frauen

Die Kollektion besteht aus Artikeln für Frauen und Männer wie etwa Shirts, Jacken, Shorts, Leggings, Sport-BHs, Socken und Turnschuhen auswählen. Die Farben reichen von einem natürlichen Olivegrün bis hin zu Rosa und Schwarz.

Für die Herstellung eines Sportshirts wird Plastik aus circa 12 PET-Flaschen benötigt. Diese werden in einem modernen Verfahren gesäubert und dann geschreddert. Die so entstandenen Schnipsel werden eingeschmolzen und zu Fäden gesponnen. Aus den verwobenen Fäden entsteht dann das recycelte Polyester-Material, aus dem das Shirt genäht wird.

Die Vorteile der Wiederverwendung von Kunststoffabfällen liegen auf der Hand: Zum einen wird bei der Umwandlung von Plastikmüll zu Sportkleidung kein Rohöl verbraucht. Zum anderen ist der Energieverbrauch bei der Herstellung eines recycelten Shirts im Vergleich zu einem neuen um die Hälfte geringer und auch die CO2-Emissionen sind niedriger.

Die Sportlinie ist Teil der gruppenweiten Strategie REset Plastic der Schwarz Gruppe, zu der Kaufland und auch Lidl gehört, was sie zu einem der international größten Handelsunternehmen macht. Die Gruppe ist „sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und nimmt diese wahr. Mit REset Plastic hat sie eine ganzheitliche, internationale Strategie entwickelt, die sich in fünf Handlungsfelder gliedert: Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung. Damit wird die Vision "Weniger Plastik - geschlossene Kreisläufe" Wirklichkeit“, so die Schwarz Gruppe.

Kaufland steigt verstärkt in den Bereich Textilien ein und hatte erst zu Beginn des Jahres mit dem Verkauf von Sportbekleidung begonnen. Ebenso wurden die eigenen Bekleidungsmarken Oyanda und Townland eingeführt. Mitte letzten Jahres stieg Kaufland auch mit Eigenmarken ins Kindermodegeschäft ein.

Bilder der neuen Sportlinie wurden leider noch nicht veröffentlicht. Sie wird ab 2. Januar 2020 in Kaufland-Märkten erhältlich sein.

Foto: obs/Kaufland