Tigha startet neues Streetwear-Label Preach

Das Bekleidungsunternehmen ACTC GmbH und Muttergesellschaft von Tigha, startet eine neue Premium Streetwear-Marke. Die neue Marke mit dem Namen Preach richtet sich an eine jüngere Zielgruppe. Mit der Einführung der neuen Marke kann die Schwestermarke Tigha zu ihren Ursprüngen zurückkehren.

Preach wird nächste Woche während der Modemesse Seek in Berlin erstmals vorgestellt und dann bei der neuen Veranstaltung der Amsterdamer Modefabriek, Off South, gezeigt, sagte Jeff Hamers, Sales Manager Benelux, per Telefon. Die Entscheidung für eine Premium Streetwear-Marke sei gefallen, weil der Streetwear-Trend in den Kollektionen von Tigha immer deutlicher wurde. "Wir konnten dem Trend nicht ausweichen”, sagte Hamers.

Tigha ist jedoch bekannt für seinen Vintage-Dark-Look mit Rock'n'Roll-Feeling und einer Zielgruppe von 25+. Die Integration von Streetwear in die Tigha-Kollektion war zu weit von der DNA entfernt. Die ACTC GmbH sah daher eine Marktlücke für eine Streetwear-Marke für Jüngere mit kleinerem Geldbeutel. "Mit Preach können wir uns zu 100 Prozent auf die Streetwear-Kultur konzentrieren und Tigha bleibt bei der bekannten DNA", sagte Hamers. Die Zielgruppe ist zwischen 15 und 25 Jahre alt und die Preise beginnen bei 29 Euro für ein T-Shirt und reichen bis zu 179 Euro für eine Jacke. Die erste Kollektion besteht aus dreißig Stilen und enthält hauptsächlich "starke Farben und überdimensionale Formen". Die erste Lieferung sollen im September erfolgen.

Dass Preach niedrigere Preise hat als Tigha, bedeute nicht, dass die neue Marke nicht "Premium" sei. "Für diese Jungs (die Zielgruppe, Anm. der Redaktion.) geht es um Exklusivität. Wenn es an jeder Straßenecke zu finden ist, ist es nicht mehr interessant." Hamers nennt die Beispiele von Daily Paper, Fila und Ellesse für das Gefühl, das bei Preach vorherrscht. Bei der Distribution will Preach es ruhig angehen, nicht zu schnell oder zu groß. Die Marke sucht Einzelhändler am oberen Ende des mittleren Preissegments, um ihre Präsenz leise auszubauen.

Tigha stellt Damenmode ein und kehrt mit der Menswear zu den Wurzeln zurück

Die Einführung von Preach sorgte auch dafür, dass Tigha genau unter die Lupe genommen wurde. "Nach zehn Jahren war es Zeit zum Nachdenken." Es wurde beschlossen, nur noch als Herrenmodemarke zu bestehen und das Damensegment zu streichen. Der Anteil der Herrenkollektion an der Marke war immer größer als bei den Damen, obwohl die Damenkollektion einen wesentlichen Teil des Umsatzes erzielte. "Es ist eine radikale Entscheidung, auf Damenmode zu verzichten, aber wir haben das Gefühl, dass es nicht mehr zu uns passt", sagte Hamers.

Mit der neuen, geschärften Ausrichtung hat Tigha nun die Expansion im Blick. Derzeit sind die Regionen DACH und Benelux die wichtigsten Märkte der Marke, aber sie will auch nach Italien, Frankreich, Osteuropa, Skandinavien und sogar Großbritannien expandieren, sagte Hamers. Mit seinem Stand auf der Off South kehrt Tigha nach zwei Saisons auf die Modefabriek zurück. "Wegen Preach stellen wir bei Off South aus, weil es dort urbaner zugeht, aber die Veranstaltung passt auch zu Tigha. Wir sind jetzt mit beiden Ständen dort", sagt Hamers.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited .nl veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Weixin Zha.

Bild: Tigha

 

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