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Zeitfracht: Frühere Jack-Wolfskin-Chefin Harris-Jensbach soll Neuzugang Adler integrieren

Von Jan Schroder

19. Juli 2021

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Foto: obs/Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA/Jack Wolfskin

Im Zuge der Übernahme des Bekleidungshändlers Adler Modemärkte AG holt sich der Berliner Mischkonzern Zeitfracht auch entsprechende Expertise ins Haus. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass Melody Harris-Jensbach in die Geschäftsführung der Zeitfracht Logistik Holding GmbH eintreten werde. In ihrer neuen Funktion solle sie „die Integration der Modekette Adler vorantreiben“, teilte Zeitfracht mit.

Die Managerin kann auf eine mehr als dreißig Jahre umspannende Karriere in der Bekleidungsbranche zurückblicken. Bis zum Dezember 2020 leitete sie als CEO den Outdoor-Ausstatter Jack Wolfskin und organisierte zuletzt die Eingliederung des Idsteiner Unternehmens in den neuen Mutterkonzern Callaway Golf. Zuvor war sie unter anderem jeweils mehrere Jahre lang als Chief Product Officer bei Esprit sowie als Vice Chairman & Chief Product Officer bei Puma tätig gewesen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Melody Harris-Jensbach eine so versierte Managerin für die strategische Integration der Mode-Kette Adler in unser Unternehmen gewinnen konnten. Sie ist in der Branche bestens vernetzt und wird uns helfen, unser zukunftsweisendes Vertriebskonzept für Adler umzusetzen“, erklärte Zeitfracht-Geschäftsführer Wolfram Simon-Schröter in einer Mitteilung.

Zeitfracht hatte sich vor wenigen Wochen im Bietergefecht um die Adler Modemärkte AG durchgesetzt. Der Textilfilialist war aufgrund der Umsatzeinbußen während der Covid-19-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten und hatte im Januar einen Insolvenzantrag stellen müssen. Nun bemüht sich das Unternehmen mit strikten Sparmaßnahmen um die Sanierung. Anfang Juli kündigte Adler an, rund vierzig seiner deutschen Filialen zu schließen und bis zu 500 Stellen zu streichen.