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ABG vergibt China-Lizenz für Reebok an Tristate und sagt Börsengang ab

Von Jan Schroder

7. Jan. 2022

Business

Foto: Reebok

Der US-amerikanische Mode- und Medienkonzern Authentic Brands Group LLC (ABG) hat seine Pläne für die Sportartikelmarke Reebok weiter vorangetrieben. Am Donnerstagabend verkündete er den Abschluss einer langfristigen Vereinbarung mit dem chinesischen Bekleidungskonzern Tristate Holdings Limited.

Nach Angaben von ABG erhält Tristate die Hauptlizenz für Reebok in China, Hongkong, Macao und Taiwan und wird künftig die stationären Stores, das Onlinegeschäft und den Großhandelsvertrieb des Labels in den betreffenden Märkten führen. Die Lizenz umfasst demnach Schuhe und Bekleidung für Damen, Herren und Kinder. Mit dem Abkommen bauten beide Konzerne ihre bestehende Zusammenarbeit aus: Tristate betreibt bereits das China-Geschäft von weiteren zu ABG gehörenden Marken wie Nautica und Spyder.

Die Vereinbarung ist der nächste Schritt in den Bemühungen des Konzerns, bereits im Vorfeld der Übernahme von Reebok neue Strukturen aufzubauen. Schon kurz vor Weihnachten hatte ABG eine Vertriebspartnerschaft mit dem britischen Handelskonzern JD Sports geschlossen, die einen Ausbau der Reebok-Sortimente bei den zur JD-Gruppe gehörenden Ketten vorsieht.

ABG hatte sich im vergangenen Sommer mit dem deutschen Sportartikler Adidas AG auf den Kauf der Marke geeinigt. Vereinbart wurde, dass ABG den Herzogenaurachern 2,1 Milliarden Euro für Reebok zahlen wird. Die Transaktion soll im ersten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

Der Konzern verzichtet vorerst auf den lange geplanten IPO

Reebok war nicht die einzige namhafte Akquisition, die der expansionsfreudige Konzern im vergangenen Jahr verkünden konnte: Von der PVH-Gruppe übernahm er die Marken Van Heusen, Izod, Arrow und Geoffrey Beene, außerdem sicherte sich ABG das Outdoor-Label Eddie Bauer. Zum Portfolio gehören mittlerweile mehr als dreißig Marken, darunter die Bekleidungsanbieter Aéropostale, Forever 21, Juicy Couture, Lucky Brand und Volcom.

Von einem geplanten Börsengang nahm das Unternehmen aber inzwischen Abstand, nachdem es im Sommer entsprechende Genehmigungsunterlagen bei der zuständigen Aufsichtsbehörde United States Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht hatte. Am Mittwoch zog ABG den entsprechenden Antrag zurück. In einem Schreiben an die SEC wurden keine Gründe für die Entscheidung genannt. Der Konzern hatte sich zuletzt im November die Unterstützung neuer namhafter Investoren gesichert. Größter Anteilseigner ist das US-amerikanische Finanzunternehmen Blackrock.

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