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Aufwärtstrend im Schlussquartal: Hugo Boss erfüllt Jahresprognosen

Von Jan Schroder

21. Jan. 2020

Business

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG hat dank eines guten Schlussquartals die eigenen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2019 erfüllt. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte. „Wir blicken auf ein erfreuliches viertes Quartal zurück“, erklärte CEO Mark Langer in einer Mitteilung. „Insbesondere die erzielten Fortschritte bei unseren wichtigen strategischen Wachstumstreibern Online und China stimmen mich zuversichtlich.“ Der Bekleidungsanbieter werde nun „weiter konsequent daran arbeiten, die Begehrlichkeit unserer Marken Boss und Hugo nachhaltig zu erhöhen und profitables Wachstum für unser Unternehmen zu sichern“, so Langer.

Gute Geschäfte in Europa und China beflügeln den Umsatz

Den vorliegenden Resultaten zufolge stieg der Konzernumsatz im vierten Quartal um fünf Prozent auf 825 Millionen Euro. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um vier Prozent. Stark entwickelte sich der Umsatz in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst. Dort erzielte Hugo Boss ein Plus von neun Prozent (währungsbereinigt +8 Prozent) auf 499 Millionen Euro. in Frankreich und Großbritannien legten die Erlöse zweistellig zu, in Deutschland liefen die Geschäfte allerdings weniger gut: Dort konnte „ein Umsatzplus im eigenen Einzelhandel ein weiterhin schwieriges Großhandelsgeschäft nicht vollständig kompensieren“, erklärte das Unternehmen.

Auch in Festlandchina stieg der Umsatz währungsbereinigt um einen zweistelligen Prozentsatz, was zu einem Wachstum um sechs Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 131 Millionen Euro im gesamten asiatisch-pazifischen Raum beitrug. In Amerika gingen die Erlöse aufgrund des „anhaltend herausfordernden Marktumfelds“ in den USA und Kanada um vier Prozent (währungsbereinigt -7 Prozent) zurück und erreichten 169 Millionen Euro.

Der Betriebsgewinn steigt im vierten Quartal wieder

Weltweiter Wachstumsmotor war im Schlussquartal der eigene Einzelhandel. Dessen Umsatz stieg um neun Prozent (flächen- und währungsbereinigt +3 Prozent) auf 579 Millionen Euro. Dazu trug ein Plus von 52 Prozent im Online-Geschäft bei. Die Umsätze im Großhandel sanken um drei Prozent (währungsbereinigt -4 Prozent) auf 220 Millionen Euro, die Lizenzeinnahmen wuchsen um neun Prozent auf 26 Millionen Euro.

Fortschritte machte der Konzern auch beim Gewinn. Ohne die Effekte der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) den vorliegenden Zahlen zufolge im vierten Quartal bei 122 Millionen Euro und damit um neun Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Im gesamten Geschäftsjahr 2019 belief sich der Konzernumsatz damit auf 2,88 Milliarden Euro, was eine Steigerung um drei Prozent (währungsbereinigt +2 Prozent) gegenüber 2018 bedeutete. Ohne die Auswirkungen von IFRS 16 ging das EBIT um vier Prozent auf 333 Millionen Euro zurück. Damit konnte Hugo Boss immerhin seine im Oktober nach unten korrigierten Ziele erreichen. Die endgültigen Zahlen für 2019 wird der Konzern am 5. März vorlegen.

Foto: Boss Facebook-Page