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Dr. Martens: Starkes Onlinegeschäft sorgt für deutliches Umsatzplus

Von Jan Schroder

17. Juni 2021

Business

Der britische Schuhanbieter Dr. Martens plc konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21 trotz der Belastungen durch die Covid-19-Pandemie kräftig steigern. Die Kosten des im Januar vollzogenen Börsengangs sorgten allerdings dafür, dass der Gewinn nicht einmal halb so hoch ausfiel wie im Vorjahr.

Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf 773,0 Millionen Britische Pfund (902,3 Millionen Euro), was eine Steigerung um 15 Prozent gegenüber 2019/20 bedeutete. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um 16 Prozent. Zu verdanken war dies vor allem dem starken Onlinegeschäft, dessen Umsatz um 73 Prozent auf 235,4 Millionen Britische Pfund zulegte. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen umgehend auf den Ausbruch der Corona-Pandemie in Asien reagiert und diesen Betriebskanal daraufhin gezielt ausgebaut.

Die Kosten des Börsengangs lassen den Gewinn abrutschen

So konnte der Schuhanbieter die Einbußen im stationären Einzelhandel mehr als ausgleichen: Dort sanken die Erlöse aufgrund der zeitweiligen Ladenschließungen in zahlreichen Märkten um 40 Prozent auf 99,7 Millionen Britische Pfund. Im Großhandelsgeschäft stieg der Umsatz um 18 Prozent (währungsbereinigt +20 Prozent) auf 437,9 Millionen Britische Pfund.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte aufgrund des deutlichen Umsatzanstiegs um 22 Prozent auf 224,2 Millionen Britische Pfund zu. Der ausgewiesene Nettogewinn fiel allerdings erheblich niedriger aus als im Vorjahr, weil das Unternehmen Sonderbelastungen in Höhe von 80,5 Millionen Britischen Pfund im Rahmen des Börsengangs verbuchen musste. So sank der Überschuss gegenüber dem Vorjahr um 52 Prozent auf 35,7 Millionen Britische Pfund (41,7 Millionen Euro).

Deutschland zählt zu den strategischen Wachstumsmärkten

Im laufenden Jahr peilt Dr. Martens nun ein prozentuales Umsatzwachstum im „hohen Zehnerbereich“ an. Die konkreten Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Kundenverhalten seien aber noch nicht absehbar, räumte der Schuhanbieter ein. Strategisch will er sich auch künftig auf die Stärkung des Onlinegeschäfts und die Expansion in sieben besonders wachstumsträchtigen Märkten konzentrieren. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die USA, Japan und China. Geplant ist unter anderem die Eröffnung von insgesamt zwanzig bis 25 neuen Stores im Laufe des Jahres.

Foto: Dr. Martens