Gap holt neue Führungskräfte und meldet stabilen Quartalsumsatz

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Gap Inc. hat zwei Schlüsselpositionen neu besetzt. Am Dienstagabend teilte das Unternehmen mit, dass Sandra Stangl zum President und CEO der Marke Banana Republic ernannt wurde. Sie wird ihren Posten im Dezember antreten und kommt vom Einrichtungshaus Mine, bei dem sie zuletzt als Chief Merchant tätig war. Davor hatte Stangl 23 Jahre lang beim Haushaltswaren-Anbieter Williams-Sonoma gearbeitet und dort unter anderem die Marke Pottery Barn geleitet.

Gleichzeitig gab der Konzern bekannt, dass Asheesh Saksena auf den neu geschaffenen Posten des Chief Growth Officers berufen wurde. In dieser Funktion soll er ab dem kommenden Januar die Umsetzung der Konzernstrategie vorantreiben und „Wachstumsinitiativen für die Zukunft“ leiten. Saksena führte zuletzt die Gesundheitsdienstleistungs-Sparte des Handelskonzerns Best Buy.

Außerdem veröffentlichte das Unternehmen am Dienstag seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2020/21. Der Umsatz fiel dabei deutlich höher aus, als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Trotz der Auswirkungen der Corona-Krise und gezielter Ladenschließungen im Rahmen des laufenden Restrukturierungsprogramms blieben die Erlöse mit 3,99 Milliarden US-Dollar (3,36 Milliarden Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil. Auf vergleichbarer Fläche stiegen sie sogar um fünf Prozent. Dazu trug ein kräftiges Plus im E-Commerce bei (+61 Prozent).

Wachstumsmotor waren das preisgünstige Konzept Old Navy, dessen Umsatz um 15 Prozent (flächenbereinigt +17 Prozent) zulegte, und die noch vergleichsweise kleine Sportswearmarke Athleta (+35 Prozent, flächenbereinigt +37 Prozent). Das Label Gap musste nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Filialschließungen einen Rückgang um 14 Prozent (flächenbereinigt -5 Prozent) hinnehmen, die Erlöse von Banana Republic sackten um 34 Prozent (flächenbereinigt -30 Prozent) ab.

Der Konzerngewinn verfehlte das entsprechende Vorjahresniveau allerdings klar. Das Unternehmen begründete den Rückgang unter anderem mit höhere Marketingausgaben und Einmalbelastungen aufgrund von Ladenschließungen. So sank das Betriebsergebnis gegenüber dem dritten Quartal des vergangenen Jahres um 20,8 Prozent auf 175 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn lag bei 95 Millionen US-Dollar (80 Millionen Euro), was einem Rückgang um 32,1 Prozent entspricht.

Foto: Gap Facebook-Page
 

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