Gerry Weber bekommt Investor und Übergangsfinanzierung für Hallhuber

Gerry Weber hat einen Investor für seine Tochter Hallhuber gefunden, wie der Haller Modekonzern am Donnerstag mitteilt. Das Unternehmen wird nach Mai wohl nur noch einen Minderheitsanteil am einstigen Hoffnungsträger behalten.

Der in der Mitteilung namentlich nicht genannte Investor bekommt eine Kaufoption für die Modekette Hallhuber, die erst nach der Erfüllung von einigen Bedingungen ausgeübt werden könne, teilt Gerry Weber International AG mit. Die Bedingungen sollen voraussichtlich im Mai 2019 erfüllt sein. Bei der Ausübung der Option kann Gerry Weber zwischen einer Beteiligung von 14 Prozent oder 12 Prozent an Hallhuber wählen. Im letzteren Fall erhält der Modekonzern auch einen Barkaufpreis von 500.000 Euro für Hallhuber. Gerry Weber hatte die Marke Hallhuber Anfang 2015 in der Hoffnung erworben, sich eine jüngere Zielgruppe zu erschließen.

Geschäftsbetrieb sichergestellt: Hallhuber bekommt Brückenfinanzierung

Der Investor hat zur gleichen Zeit auch eine Brückenfinanzierung von 10 Millionen Euro zugesichert, die den weiteren Geschäftsbetrieb von Hallhuber garantiere, so Gerry Weber in der Mitteilung. Außerdem hat der Investor auch Forderungen der Gerry Weber Gruppe gegenüber Hallhuber, für die überwiegend ein Nachrang vereinbart wurde, für einen Kaufpreis von 1 Million Euro übernommen.

Ende Januar hatte der Mutterkonzern Gerry Weber International AG Insolvenz beantragt. Am Donnerstag folgte auch der Insolvenzantrag der ersten Tochtergesellschaft, der Gerry Weber Retail GmbH. Die Verhandlungen um den Verkauf von Hallhuber wurden ebenfalls am frühen Donnerstag bekannt.

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Foto: Hallhuber Facebook
 

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