Guess: Jahresumsatz sinkt um fast 30 Prozent

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Guess Inc. hat das Geschäftsjahr 2020/21 mit hohen Umsatzeinbußen und einem Millionenverlust abgeschlossen. Für einen Lichtblick sorgte immerhin die anhaltende Erholung im vierten Quartal: Die jüngsten Zahlen hätten die Erwartungen des Unternehmens „erheblich übertroffen“, erklärte CEO Carlos Alberini am Mittwochabend in einer Mitteilung. Zudem habe das Unternehmen „große Fortschritte“ bei der Umsetzung seiner strategischen Planungen gemacht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 30. Januar endete, erwirtschaftete Guess einen Umsatz in Höhe von 1,88 Milliarden US-Dollar (1,60 Milliarden Euro). Damit lagen die Erlöse um 29,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften sie um 31,0 Prozent. Hohe Einbußen infolge der Covid-19-Pandemie musste das Unternehmen in allen Segmenten hinnehmen: In Amerika sanken die Umsätze im eigenen Einzelhandel um 37,1 Prozent (währungsbereinigt -36,7 Prozent) und im Großhandel um 36,9 Prozent (währungsbereinigt -34,8 Prozent). Die Erlöse in Europa gingen um 24,6 Prozent (währungsbereinigt -27,2 Prozent) zurück, in Asien schrumpften sie um 32,8 Prozent (währungsbereinigt -33,8 Prozent). Die weltweiten Lizenzeinnahmen lagen um 13,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Neben dem Umsatzminus belasteten negative Sondereffekte das Ergebnis. So musste Guess Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt rund achtzig Millionen US-Dollar vornehmen. Daraus resultierte ein operativer Verlust von 60,5 Millionen US-Dollar, nachdem das Unternehmen im Vorjahr einen Betriebsgewinn von 140,7 Millionen US-Dollar erzielt hatte. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettofehlbetrag von 81,2 Millionen US-Dollar (69,2 Millionen Euro). Im vorangegangenen Geschäftsjahr konnte der Bekleidungsanbieter noch einen Überschuss von 96,0 Millionen US-Dollar verbuchen.

Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Covid-19-Pandemie verzichtete Guess auf konkrete Prognosen für das Geschäftsjahr 2021/22. Das Unternehmen rechnet derzeit aber nicht damit, das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres 2019/20 zu erreichen.

Foto: Guess Facebook-Page

 

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