Hugo Boss: Kurssprung nach guten Quartalszahlen

Der Metzinger Modekonzern Hugo Boss AG hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem erfreulichen Schlussquartal beendet. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte. „Wir blicken zurück auf ein erfolgreiches Jahr 2018. Wir haben unser Wachstumstempo erhöht und unsere Jahresziele, auch dank eines sehr guten vierten Quartals, erreicht“, erklärte CEO Mark Langer in einer Mitteilung. Auch den Anlegern gefielen die jüngsten Zahlen: Unmittelbar nach der Veröffentlichung stieg der Aktienkurs kräftig.

Den vorliegenden Resultaten zufolge belief sich der Konzernumsatz in den Monaten Oktober bis Dezember auf 783 Millionen Euro. Damit lag er um sieben Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um sechs Prozent. Die Hauptmarke Boss steigerte ihren Umsatz um sieben Prozent auf 680 Millionen Euro, die Zweitlinie Hugo kam auf 103 Millionen Euro (+4 Prozent).

In Europa erzielte der Konzern im Schlussquartal die höchsten Zuwächse

Den Großteil seines Umsatzes erwirtschaftete der Konzern im eigenen Einzelhandel. Dort wuchsen die Erlöse nicht zuletzt dank des starken Online-Geschäfts (+37 Prozent) im vierten Quartal um vier Prozent auf 533 Millionen Euro. Flächen- und währungsbereinigt lag die Steigerungsrate ebenfalls bei vier Prozent. Im Großhandelsgeschäft legte der Umsatz um 16 Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) auf 226 Millionen Euro zu. Die Lizenzeinnahmen schrumpften um vier Prozent auf 24 Millionen Euro.

Überdurchschnittlich hoch fielen die Zuwächse in der Region Europa, Naher Osten und Afrika aus. Dort konnte Hugo Boss seinen Umsatz um acht Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) auf 458 Millionen Euro steigern. Der Konzern verwies darauf, dass dazu auch Verschiebungen bei den Lieferterminen beigetragen hätten. Sie sorgten etwa für zweistellige Steigerungen in Frankreich und Großbritannien. In Deutschland blieben die Absätze „in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld“ immerhin „stabil“.

Auch in den übrigen Marktregionen konnte Hugo Boss zulegen: In Amerika wuchs der Umsatz um sechs Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 177 Millionen Euro, im asiatisch-pazifischen Raum um vier Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent) auf 124 Millionen Euro.

Hohe Investitionen lassen das Betriebsergebnis im Jahr 2018 stagnieren

Im gesamten Geschäftsjahr 2018 lag der Konzernumsatz den vorliegenden Zahlen zufolge bei 2,80 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung um zwei Prozent (währungsbereinigt +4 Prozent). Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag nach Schätzungen des Unternehmens „in etwa auf Vorjahresniveau“, also im Bereich von 491 Millionen Euro. Zuwächse durch das Umsatzplus und Kostenkontrollmaßnahmen seien „von Investitionen in die Produktqualität, negativen Währungseffekten sowie Investitionen in die digitale Transformation des Geschäftsmodells“ aufgezehrt worden.

Seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2018 will der Konzern am 7. März vorlegen. Vorstandschef Langer blickt aber bereits zuversichtlich auf das gerade begonnene Jahr: „Wir sind überzeugt, 2019 und darüber hinaus nachhaltig und profitabel zu wachsen. Das neue Jahr wird daher ganz im Zeichen der Umsetzung unseres Geschäftsplans bis 2022 stehen“, erklärte er. „Wir werden unsere Angebote noch stärker personalisieren und wichtige Geschäftsprozesse beschleunigen. Damit stärken wir die Begehrlichkeit unserer Marken und setzen einen wichtigen Meilenstein bei der Erreichung unserer mittelfristigen Ziele.“

Foto: Hugo Boss Facebook-Page
 

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