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Lenzing: Halbjahresumsatz sinkt um knapp 26 Prozent

Von Jan Schroder

5. Aug. 2020

Der österreichische Faserproduzent Lenzing AG hat im ersten Halbjahr 2020 einen empfindlichen Umsatzrückgang erlitten. Auch das Ergebnis wurde durch die Auswirkungen der Corona-Krise schwer belastet. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Mittwoch vorlegte. Der Konzern sei mit „einem äußerst schwierigen Marktumfeld mit erhöhtem Preis- und Mengendruck infolge der Covid-19-Krise“ konfrontiert gewesen, erläuterte Lenzing in einer Mitteilung.

Demnach sank der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um 25,6 Prozent auf 810,2 Millionen Euro. „Neben den Preiseffekten spürte Lenzing auch die geringere Nachfrage nach Textilfasern in allen Regionen“, erklärte der Konzern. Die „etwas höhere Nachfrage nach Fasern für den Medizin- und Hygienebedarf“ konnte nach Angaben des Unternehmens „die Verluste verringern, aber nicht kompensieren“.

Trotz einiger Sparmaßnahmen sackte das Ergebnis aufgrund der hohen Umsatzeinbußen ab. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte um 83,4 Prozent auf 17,6 Millionen Euro. Nach einem Verlust von 32,1 Millionen Euro im zweiten Quartal lag der Nettofehlbetrag im gesamten ersten Halbjahr bei 14,4 Millionen Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss brach um 98,1 Prozent auf 1,5 Millionen Euro ein

Trotz der aktuellen Krise hielt das Unternehmen an seinen langfristigen Plänen fest. So entstehen derzeit derzeit neue Fertigungsanlagen in Brasilien und Thailand, mit denen Lenzing die „Stärkung der Eigenversorgung mit Faserzellstoff und Erhöhung des Spezialitätenanteils“ im Sinne der Konzernstrategie vorantreiben will. Vor allem aufgrund dieser Großprojekte belief sich das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr auf 268,7 Millionen Euro. „Strategisch sind wir weiter voll auf Kurs und die Umsetzung unserer Schlüsselprojekte verläuft nach Plan“, betonte Vorstandschef Stefan Doboczky in einer Mitteilung.

Foto: Lenzing AG, Fotograf: Franz Neumayr