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Lieferprobleme und Kostendruck: Asos meldet Halbjahresverlust

Von Jan Schroder

12. Apr. 2022

Business

Bild: Asos Plc

Globale Lieferengpässe und Kostensteigerungen haben den britischen Bekleidungshändler Asos Plc in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021/22 in die Verlustzone rutschen lassen. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Konzernumsatz in den sechs Monaten vor dem 28. Februar auf 2,00 Milliarden Britische Pfund (2,40 Milliarden Euro). Das entsprach einer Steigerung um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen legte der Umsatz um vier Prozent zu. Angesichts erheblicher Lieferschwierigkeiten habe die niedrige Wachstumsrate im Rahmen der Erwartungen gelegen, erklärte das Unternehmen.

Das Ergebnis belasteten höhere Fracht- und Personalkosten, gestiegene Marketingausgaben und der Wegfall staatlicher Hilfszahlungen, von denen das Unternehmen im Vorjahreszeitraum profitiert hatte. Die negativen Auswirkungen dieser Faktoren konnten durch gezielte Sparmaßnahmen nur teilweise kompensiert werden. So musste der Bekleidungshändler einen operativen Verlust in Höhe von 4,4 Millionen Britischen Pfund ausweisen, nachdem in der ersten Hälfte des vergangenen Geschäftsjahres noch einen Betriebsgewinn von 109,7 Millionen Britischen Pfund erzielt worden war. Bereinigt um Sondereffekte sackte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 116,2 auf 26,2 Millionen Britische Pfund ab (-77 Prozent). Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettoverlust in Höhe von 13,5 Millionen Britischen Pfund (16,1 Millionen Euro). Im ersten Halbjahr 2020/21 hatte der Konzern einen Überschuss von 81,8 Millionen Britischen Pfund verbucht.

Trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen rechnet das Unternehmen für die zweite Jahreshälfte weiterhin mit einem kräftigeren Umsatzwachstum als in den ersten sechs Monaten. Begründet wurde dies mit geringeren Lieferproblemen und dem Wegfall der Covid-19-Schutzmaßnahmen, die im Vorjahr unter anderem die Nachfrage nach Anlassmode gedämpft hatten. Die Anfang März aufgrund des Ukraine-Kriegs beschlossene Einstellung der Geschäftsaktivitäten in Russland werde die Steigerungsrate aber voraussichtlich um zwei Prozentpunkte senken und auch das Ergebnis belasten, erklärte der Konzern.

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