Ludwig Beck: Jahresumsatz sinkt um rund vier Prozent

2018 war kein gutes Jahr für dem Münchener Modehändler Ludwig Beck am Rathauseck – Textilhaus Feldmeier AG. Wie weite Teile der Branche litt das Unternehmen unter schwierigen Rahmenbedingungen. Vor allem widriges Wetter belastete die Nachfrage. Am Ende konnte Ludwig Beck immerhin die Mitte Dezember nach unten korrigierte Umsatzprognose leicht übertreffen. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die der Einzelhändler am Dienstag vorlegte.

Demnach belief sich der Bruttoumsatz im zurückliegenden Jahr auf 166,0 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2017, als die Erlöse noch 173,2 Millionen Euro betragen hatten, bedeutete das einen Rückgang um 4,2 Prozent.

Damit konnte das Unternehmen immerhin seine zuletzt bescheideneren Ziele erfüllen. Nach schwachen Geschäften im Verlauf des zweiten Halbjahres waren vor einem Monat die Vorgaben zurückgeschraubt worden. Statt wie zuvor mit 170 bis 180 Millionen hatte der Vorstand seither mit einem Bruttoumsatz von etwa 165 Millionen Euro gerechnet.

Der Vorstand ist "nicht zufrieden" mit den Ergebnissen

Vorstand Dieter Münch gab sich trotzdem selbstkritisch: „Der Konzernumsatz lag zwar über unseren angepassten Erwartungen, aber dennoch sind wir mit den Ergebnissen nicht zufrieden“, erklärte er in einer Mitteilung. „Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns und auch das laufende Geschäftsjahr wird klare Herausforderungen mit sich bringen.“

Beide Segmente des Konzerns mussten 2018 Umsatzrückgänge hinnehmen. Die Ludwig Beck AG, in der vor allem das Kerngeschäft mit dem Stammhaus am Münchener Marienplatz geführt wird, erzielte einen Bruttoumsatz in Höhe von 95,5 Millionen Euro und blieb damit um 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 99,0 Millionen Euro. Bei der Tochter Wormland sanken die Erlöse um 5,0 Prozent von 74,2 auf 70,5 Millionen Euro.

"Klimatische Unwägbarkeiten" machten dem Modehändler zu schaffen

Das Unternehmen machte die allgemeine Lage der Branche für die ernüchternden Zahlen verantwortlich: „In einem für den gesamten deutschen Textileinzelhandel nicht einfachen Jahr konnte sich auch Ludwig Beck dem zunehmenden Einfluss klimatischer Unwägbarkeiten nicht entziehen“, erklärte Ludwig Beck. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte sei die Geschäftsentwicklung „hinter den Erwartungen zurückgeblieben“. Auch das wichtige Weihnachtsgeschäft sei „erst spät gestartet und musste deshalb Umsatzrückgänge hinnehmen“.

Beim Ergebnis rechnet der Vorstand ebenfalls mit einem deutlichen Rückgang. Mitte Dezember hatte er auch seine Prognose für die Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von „3,5 bis fünf Prozent“ auf drei Prozent gesenkt. 2017 hatte der Konzern ein EBIT in Höhe von 6,5 Millionen Euro bei einer Marge von 4,4 Prozent erzielt. Seinen vollständigen Geschäftsbericht sowie die Prognosen für das gerade begonnene Jahre will das Unternehmen am 28. März vorlegen.

Foto: Ludwig Beck AG
 

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