LVMH erzielt zweistelliges Umsatzplus im ersten Quartal

Der weltgrößte Anbieter von Luxusgütern wächst weiter kräftig. Dank „guter Zuwächse“ in Asien, Europa und den USA erzielte der französische Konzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2018 ein deutliches Umsatzplus. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Montagabend veröffentlichte.

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Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern demnach einen Umsatz in Höhe von 10,9 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das eine Steigerung um zehn Prozent. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen in der Konzernstruktur, lag die Wachstumsrate sogar bei 13 Prozent.

Negative Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung hatte die Beendigung einer Konzession der zum Konzern gehörenden Handelskette DFS im Flughafen von Hongkong Ende 2017. Bereinigt um die Folgen dieser Maßnahme stieg der Konzernumsatz sogar um 15 Prozent.

Deutlich zulegen konnte das Segment Mode und Lederwaren. Seine Erlösen stiegen um 25 Prozent (organisch +16 Prozent) auf 4,27 Milliarden Euro. Dazu trug die im vergangenen Sommer vollzogene Konsolidierung des Modehauses Christian Dior Couture ebenso bei, wie der Aufwärtstrend bei wichtigen Marken wie Louis Vuitton, Fendi und Loro Piano.

Neue Designer sollen den Luxuslabels des Konzerns zusätzliche Impulse geben

Der Konzern setzte zudem in den ersten Monaten des Jahres einige personelle Impulse, die künftig für weitere Erfolge sorgen sollen. So übernahm Hedi Slimane den Posten des Artistic, Creative and Image Director beim Label Céline. Virgil Abloh wurde zum neuen Männermode-Designer von Louis Vuitton ernannt, Kim Jones übernahm den Posten bei Dior Homme, und sein Vorgänger Kris Van Assche entwirft nun für die Konzernmarke Berluti.

In der Einzelhandelssparte schrumpften die Erlöse um zwei Prozent auf 3,10 Milliarden Euro. Organisch stieg der Umsatz um neun Prozent, bereinigt um den Umsatzanteil der aufgegebenen Konzession am Hongkonger Flughafen sogar um 16 Prozent. Das Segment Parfüm und Kosmetik legte um acht Prozent (organisch +17 Prozent) auf 1,50 Milliarden Euro zu, die Sparte Uhren und Schmuck um neun Prozent (organisch +20 Prozent) auf 959 Millionen Euro. Die Umsätze mit Wein und Spirituosen erreichten mit 1,20 Milliarden Euro in etwa das Vorjahresniveau, auf organischer Basis stiegen um zehn Prozent.

Trotz „ungünstiger Wechselkursveränderungen und geopolitischer Unsicherheiten“ profitierte LVMH im ersten Quartal von der allgemeinen Hochstimmung auf dem Luxusgütermarkt. Der Konzern kündigte an, weiterhin streng auf seine Kosten zu achten, aber gleichzeitig gezielte Investitionen vorzunehmen. Ziel sei es, „die globale Führungsposition im Luxusgütersegment auch 2018 weiter zu stärken“.

Foto: Louis Vuitton Facebook-Page
 

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