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Nach Rekordresultaten: Columbia Sportswear hebt Jahresprognosen an

Von Jan Schroder

3. Aug. 2021

Business

Foto: Columbia Facebook-Page

Der US-amerikanische Outdoor-Ausstatter Columbia Sportswear Company konnte auch im zweiten Quartal 2021 die Erwartungen übertreffen und geht nun mit ambitionierteren Zielen in die kommenden Monate. Am Montagabend verkündete das Unternehmen, zu dem die Marken Columbia, Sorel, Prana und Mountain Hardwear gehören, nicht nur neue Rekordzahlen für das erste Halbjahr, sondern auch seine aktualisierten Prognosen.

In den Monaten April bis Juni belief sich der Konzernumsatz auf 556,4 Millionen US-Dollar (476,4 Millionen Euro). Damit übertraf er das Niveau des Vorjahresquartals um 79 Prozent (währungsbereinigt +76 Prozent). Das Unternehmen begründete den Aufschwung insbesondere mit einer kräftigen Erholung des Großhandelsgeschäfts und der Nachfrage im stationären Einzelhandel in den USA, nachdem die Folgen der Covid-19-Pandemie im vergangenen Jahr die Umsatzentwicklung beeinträchtigt hatten.

Dank des hohen Umsatzzuwachses kehrte der Konzern in die Gewinnzone zurück. Das operative Ergebnis lag bei 35,0 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal ein Betriebsverlust von 70,3 Millionen US-Dollar verbucht worden war. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn in Höhe von 40,7 Millionen US-Dollar (34,2 Millionen Euro). Im zweiten Viertel des vergangenen Jahres hatte Columbia Sportswear einen Fehlbetrag von 50,7 Millionen US-Dollar hinnehmen müssen.

Im gesamten ersten Halbjahr lag der Umsatz bei 1,19 Milliarden US-Dollar und damit um 35 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreslevel. Der Nettogewinn belief sich auf 96,6 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte das Unternehmen nach sechs Monaten noch einen Verlust von 50,5 Millionen US-Dollar gemeldet.

CEO Tim Boyle hob hervor, dass der Konzern mit den jüngsten Resultaten auch die entsprechenden Zahlen des Vorkrisenjahres 2019 übertreffen konnte und damit einen „Meilenstein“ auf seinem Erholungskurs passiert habe. Angesichts der zuletzt überraschend guten Geschäfte und erfreulicher Orderzahlen revidierte das Unternehmen seine Jahresprognosen: Beim Umsatz rechnet es nun mit 3,13 bis 3,16 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum um 25,0 bis 26,5 Prozent gegenüber 2020 entsprechen würde. Zuvor hatte der Zielkorridor lediglich bei 3,04 bis 3,08 Milliarden US-Dollar gelegen.

Die Prognosespanne für den Nettogewinn wurde von 271 bis 288 Millionen US-Dollar auf 287 bis 304 Millionen US-Dollar angehoben. Der Konzern verwies dabei aber ausdrücklich auf die Ergebnisbelastungen durch den „dramatischen Anstieg“ der internationalen Frachtkosten in den vergangenen Wochen.