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Nach starkem Auftaktquartal: Tapestry hebt Prognosen an

Von Jan Schroder

15. Nov. 2021

Business

Bild: Coach/Business Wire

Der US-amerikanische Modekonzern Tapestry Inc. ist überraschend stark ins Geschäftsjahr 2021/22 gestartet. Im ersten Quartal konnte die Muttergesellschaft der Marken Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman die Erwartungen übertreffen und setzte sich daraufhin am Donnerstag höhere Ziele für das Gesamtjahr.

Im Auftaktquartal, das am 2. Oktober abgeschlossen wurde, kam Tapestry auf einen Umsatz in Höhe von 1,48 Milliarden US-Dollar (1,29 Milliarden Euro). Damit übertraf er das entsprechenden Vorjahresniveau um 26 Prozent (währungsbereinigt +25 Prozent) und den Vergleichswert aus dem Vorkrisenjahr 2019/20 um neun Prozent. Den kräftigen Zuwachs verdankte der Konzern vor allem seiner Kernmarke Coach, deren Umsatz mit 1,11 Milliarden US-Dollar um 27 Prozent (währungsbereinigt +26 Prozent) über dem Niveau des Vorjahresquartals lag und im Zweijahresvergleich um 15 Prozent zulegte.

Das Label Kate Spade steigerte seinen Umsatz gegenüber dem Auftaktquartal des vergangenen Jahres um 25 Prozent (währungsbereinigt +24 Prozent) auf 299,5 Millionen US-Dollar, verfehlte das entsprechende Vorkrisenniveau aber knapp (-2 Prozent). Die Erlöse der Schuhmarke Stuart Weitzman lagen mit 66,5 Millionen US-Dollar um 18 Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) über dem Vergleichswert des Vorjahres. Gegenüber dem ersten Quartal 2019/20 sanken sie allerdings um 23 Prozent.

Auch das Betriebsergebnis wuchs kräftig: Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte es um 46 Prozent auf 295,0 Millionen US-Dollar zu. Der ausgewiesene Nettogewinn sank um zwei Prozent auf 226,9 Millionen US-Dollar (198,2 Millionen Euro), was allerdings an einer Steuergutschrift lag, die der Konzern im vergangenen Jahr verbucht hatte. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Quartalsüberschuss um 46 Prozent auf 253,1 Millionen US-Dollar.

Angesichts des überraschend starken Starts hob der Konzern seine Jahresprognosen an: Das Umsatzziel wurde von 6,4 auf 6,6 Milliarden US-Dollar erhöht, der Prognosebereich für den verwässerten Gewinn pro Aktie von bislang 3,30 bis 3,35 US-Dollar auf nunmehr 3,45 bis 3,50 US-Dollar.