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Nach Umsatzeinbruch im ersten Quartal: Burberry verkündet weitere Sparmaßnahmen

Von Jan Schroder

15. Juli 2020

Business

Die Folgen der Covid-19-Pandemie haben die Geschäfte des britischen Modehauses Burberry Plc. im ersten Quartal 2020/21 schwer belastet. In den 13 Wochen vor dem 27. Juni habe der Einzelhandelsumsatz bei 257 Millionen Britischen Pfund (283 Millionen Euro) gelegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einem Zwischenbericht mit. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete das einen Rückgang um 48 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Retail-Erlöse um 49 Prozent, auf vergleichbarer Fläche sanken sie um 45 Prozent.

Angesichts der Lockerung von Schutzmaßnahmen in den vergangenen Wochen wurde der Abwärtstrend zuletzt immerhin gebremst: Im Juni sank der Einzelhandelsumsatz flächenbereinigt nur noch um zwanzig Prozent. In wichtigen asiatischen Märkten wie China und Südkorea konnte Burberry sogar wieder kräftige Zuwächse erzielen.

In China verbucht das Modehaus wieder kräftige Zuwächse

Vor allem in Europa und Amerika sorgten die wochenlangen Ladenschließungen, die zum Schutz gegen die Pandemie angeordnet waren, für erhebliche Einbußen. In der Region EMEIA, die Europa, den Nahen Osten, Indien und Afrika umfasst, lagen die Umsätze im eigenen Einzelhandel auf vergleichbarer Fläche um 75 Prozent unter dem Vorjahresniveau, in der Region Americas gingen sie um siebzig Prozent zurück. Im asiatisch-pazifischen Raum sanken die Retail-Erlöse im gesamten Quartal flächenbereinigt um zehn Prozent, legten aber im vergangenen Monat wieder zu. Hoffnung bereitete vor allem die Entwicklung in Festlandchina: Dort erzielte Burberry im Juni ein Plus von mehr als dreißig Prozent.

Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen angesichts der jüngsten Trends nun mit einem flächenbereinigten Umsatzrückgang um 15 bis 20 Prozent im eigenen Einzelhandel. Im Großhandelsgeschäft wird der Halbjahresumsatz voraussichtlich um vierzig bis fünfzig Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen.

Der Konzern verschärft sein Kostensenkungsprogramm

Neben den aktuellen Zahlen verkündete das Modehaus auch zusätzliche Sparmaßnahmen. Geplant seien eine Verschlankung der Verwaltung sowie Effizienzsteigerungen im eigenen Einzelhandel in bestimmten Märkten außerhalb Großbritanniens, erklärte das Unternehmen. Im laufenden Jahr erwartet es aufgrund dieser Maßnahmen Kostensenkungen in Höhe von etwa 35 Millionen Britischen Pfund. Danach sollen die Einschnitte zu jährlichen Einsparungen im Bereich von 55 Millionen Britischen Pfund führen. Die in diesem Zusammenhang anfallenden einmaligen Restrukturierungskosten bezifferte der Konzern auf 45 Millionen Britische Pfund.

Die durch die Sparmaßnahmen frei werdenden Mittel will Burberry in kundenbezogene Maßnahmen reinvestieren, sobald sich die gesamtwirtschaftliche Lage nach der Corona-Krise wieder erholt hat. Zu den angedachten Projekten zählen Pop-up-Stores, Werbekampagnen, Veranstaltungen und digitale Initiativen.

Foto: Burberry Facebook-Page

BURBERRY
Burberry Plc.