Next überrascht mit kräftigem Wachstum im ersten Quartal

Der britische Bekleidungshändler Next Plc. hat im Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2019/20 die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen. Das Unternehmen warnte aber am Mittwoch auch vor übertriebenem Optimismus für den Rest des Jahres und verzichtete darauf, seine Prognosen anzuheben.

In den 13 Wochen vor dem 27. April stiegen die Umsätze mit zum vollen Preis verkauften Produkten um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Einschließlich der Zinseinnahmen des hauseigenen Finanzdienstleisters, die um 11,4 Prozent zulegten, wuchsen die Erlöse sogar um 4,5 Prozent. Einen erneuten Umsatzrückgang in den stationären Filialen (-3,6 Prozent) konnten kräftige Zuwächse im Online-Geschäft (+11,8 Prozent) mehr als ausgleichen.

Erwartet hatte der Einzelhändler lediglich ein Umsatzplus von 3,2 Prozent. Dass sie Zahlen deutlich besser ausfielen, führte Next vor allem auf günstige Witterungsverhältnisse im April zurück. Das „unerwartet warme Wetter während der Osterfeiertage“ habe die Geschäfte in den Läden beflügelt, erläuterte das Unternehmen in einer Mitteilung. Auch im Februar lagen die Erlöse klar über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das lag allerdings am niedrigen Vergleichswert: Im Februar 2018 habe „extremes Winterwetter“ die Nachfrage gebremst, erläuterte Next.

Die Jahresprognosen bleiben unverändert

Mit weiteren positiven Überraschungen rechnet die Unternehmensleitung allerdings vorerst nicht. Die unerwartet guten Resultate des ersten Quartals könnten nicht auf den Rest des Jahres hochgerechnet werden, erklärte der Bekleidungshändler. So erwartet er für das zweite Quartal weiterhin einen leichten Rückgang der Vollpreis-Umsätze (-0,5 Prozent) und für das zweite Halbjahr ein Wachstum um etwa 1,7 Prozent.

Die Jahresprognosen blieben daher unverändert. Next rechnet somit nach wie vor mit einem Umsatzplus mit nicht preisreduzierten Waren von 1,7 Prozent. Beim Gewinn vor Steuern werden etwa 715 Millionen Britische Pfund angepeilt, was einen leichten Rückgang gegenüber dem vergangenen Jahr bedeuten würde (-1,1 Prozent). Durch umfangreiche Rückkäufe eigener Anteilsscheine soll der Gewinn pro Aktie aber gesteigert werden. Hier rechnet das Unternehmen nun aufgrund der aktuellen Kursentwicklung nur noch mit einem Wachstum um 3,4 Prozent, nachdem es im Januar ein Plus von 3,6 Prozent in Aussicht gestellt hatte.

Foto: Next plc.
 

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