Next meldet solides Weihnachtsgeschäft und senkt Gewinnprognose

Der britische Bekleidungshändler Next plc. konnte in den letzten Wochen vor dem Jahreswechsel dank eines starken Endspurts die eigenen Erwartungen erfüllen. Trotzdem musste das Unternehmen sein Gewinnziel für das laufenden Geschäftsjahr 2018/19 leicht nach unten korrigieren.

Die Umsätze mit nicht preisreduzierten Waren hätten im Zeitraum vom 28. Oktober bis zum 29. Dezember um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen, erklärte der Einzelhändler. Damit erfüllte er seine im September veröffentlichte Prognose. Gute Geschäfte Ende Oktober und vor allem in den drei Wochen vor den Weihnachtsfeiertagen konnten demnach „enttäuschende Umsätze im November“ ausgleichen. Das Unternehmen profitierte im Berichtszeitraum von einem überraschend starken Wachstum im Online-Handel (+15,2 Prozent), während die Erlöse im Stationärgeschäft (-9,2 Prozent) erneut empfindlich schrumpften.

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Next weiterhin mit einem Umsatzplus mit Vollpreis-Waren in Höhe von 3,2 Prozent. Die Gewinnprognose wurde allerdings von 727 auf 723 Millionen Britische Pfund gesenkt. Zur Begründung führte das Unternehmen den höheren Umsatzanteil margenschwächerer Kategorien wie Kosmetik und Geschenkartikel im Weihnachtsgeschäft an. Zudem seien die Betriebskosten durch den kräftigen Zuwachs im Online-Handel unerwartet deutlich gestiegen.

Mögliche Brexit-Folgen sorgen für Unsicherheit

Darüber hinaus veröffentlichte Next erste Prognosen für das kommende Geschäftsjahr. Erwartet wird, dass die Umsätze mit nicht preisreduzierten Waren um 1,7 Prozent zulegen. Rückgänge in den Filialen (-8,5 Prozent) würden voraussichtlich durch das starke Online-Geschäft (+11 Prozent) mehr als wettgemacht, erklärte das Unternehmen. Beim Gewinn sollen 715 Millionen Britische Pfund erreicht werden.

Die Prognosen enthielten aber „ein hohes Maß an Unsicherheit“, warnte der Einzelhändler. Vor allem die Auswirkungen des Brexit auf die britische Wirtschaft seien noch nicht absehbar. Den Anlegern gefielen die aktuellen Zahlen und Ziele trotzdem: Der Aktienkurs von Next machte nach der Veröffentlichung einen kräftigen Satz. Immerhin hatte sich das Unternehmen auf dem schwierigen britischen Markt zuletzt deutlich besser behauptet als viele Konkurrenten.

Foto: Next plc.
 

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