Nike startet überraschend stark ins neue Geschäftsjahr

Der US-amerikanische Sportartikelanbieter Nike Inc. konnte im ersten Quartal 2020/21 die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen. Das belegten die aktuellen Resultate, die der Konzern am Dienstagabend veröffentlichte. Die guten Zahlen verdankte das Unternehmen vor allem seinem starken Online-Geschäft und Zuwächsen in Europa und China. Die Anleger honorierten die überraschend positiven Resultate: Der Aktienkurs des weltgrößten Sportartiklers stieg nach der Veröffentlichung um mehr als zehn Prozent.

In den Monaten Juni bis August lag der Konzernumsatz bei 10,6 Milliarden US-Dollar (9,06 Milliarden Euro) und damit nur aufgrund von negativen Währungseffekten leicht unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (-1 Prozent). Bereinigt um Wechselkursveränderungen blieben die Erlöse konstant.

Der Umsatz der Hauptmarke Nike sank ebenfalls um ein Prozent auf 10,0 Milliarden US-Dollar. Währungsbereinigt erreichte er das Niveau des Vorjahresquartals. Ein deutliches Plus im Online-Geschäft (+82 Prozent, währungsbereinigt +83 Prozent) konnte Umsatzeinbußen in den stationären Stores nahezu ausgleichen.

In Europa und China erzielte Nike solide Umsatzzuwächse

In vielen wichtigen Märkten kehrte das Label auf den Wachstumskurs zurück. So stiegen die Erlöse in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, um fünf Prozent (währungsbereinigt +5 Prozent) auf 2,91 Milliarden US-Dollar und in Großchina sogar um sechs Prozent (währungsbereinigt +8 Prozent) auf 1,78 Milliarden US-Dollar. Abwärts ging es hingegen in Nordamerika, wo der Umsatz um zwei Prozent (währungsbereinigt -1 Prozent) auf 4,22 Milliarden US-Dollar sank, sowie im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika. Die gemeinsamen Erlöse in diesen Regionen schrumpften um 18 Prozent (währungsbereinigt -12 Prozent) auf 1,10 Milliarden US-Dollar.

Der Umsatz der kleineren Konzernmarke Converse stieg dank guter Nachfrage in Europa und starker Zuwächse im globalen Online-Geschäft um ein Prozent (währungsbereinigt +2 Prozent) auf 563 Millionen US-Dollar.

Obwohl die Bruttomarge aufgrund umfangreicherer Preisnachlässe niedriger ausfiel als im Vorjahresquartal, konnte der Konzern seinen Gewinn steigern. Das lag vor allem an deutlich geringeren Marketingausgaben, weil viele wichtige Sportveranstaltungen im Zuge der Corona-Krise abgesagt oder verschoben worden waren. Diese Einsparungen sorgten dafür, dass der Nettogewinn um elf Prozent auf 1,52 Milliarden US-Dollar (1,30 Milliarden Euro) wuchs.

Bild: Nike Inc.

 

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