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Pandora schreibt im dritten Quartal schwarze Zahlen

Von Jan Schroder

3. Nov. 2020

Business

Der dänische Modeschmuckhändler Pandora A/S musste auch im dritten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Nach einschneidenden Reformen schaffte es das Unternehmen aber wieder in die Gewinnzone.

Am Dienstag teilte Pandora mit, dass der Konzernumsatz im Berichtszeitraum mit 4,07 Milliarden Dänischen Kronen (547 Millionen Euro) um 7,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals gelegen hatte. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um fünf Prozent. Im Onlinegeschäft stieg der Umsatz um 89 Prozent, was aber nicht ausreichte, um die negativen Folgen der Covid-19-Pandemie auf das Stationärgeschäft und Einnahmeverluste aufgrund der gezielten Verkleinerung des Filialnetzes auszugleichen.

Trotz der Umsatzeinbußen konnte der Einzelhändler sein Ergebnis erheblich verbessern. Neben Sparmaßnahmen trugen dazu vor allem deutlich niedrigere Restrukturierungskosten als im Vorjahreszeitraum bei. So erzielte das Unternehmen einen operativen Gewinn in Höhe von 467 Millionen Dänischen Kronen, nachdem es im dritten Quartal 2019 noch ein Betriebsverlust von 198 Millionen Dänischen Kronen hinnehmen musste. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 343 Millionen Dänischen Kronen (46 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum hatte Pandora einen Nettofehlbetrag von 119 Millionen Dänischen Kronen verbucht.

Das Unternehmen wertete die vorliegenden Zahlen als Beleg für die positiven Effekte des 2019 eingeleiteten Umbauprogramms sowie der Strukturreform, die im vergangenen Frühjahr vollzogen wurde. Gleichzeitig warnte das Management aber auch vor den möglichen Auswirkungen einer Verschärfung der Corona-Krise in den kommenden Wochen. Angesichts der aktuellen Entwicklung, die erneute Lockdowns zur Folge haben könnte, seien die Grundlagen der jüngsten Prognosen nicht mehr gegeben, heißt es in einer Mitteilung. Die herrschende Unsicherheit mache es zudem „sinnlos“, zum gegenwärtigen Zeitpunkt neue Zielvorgaben zu formulieren.

Foto: Pandora Facebook-Page