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PVH schreibt im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen

Von Jan Schroder

3. Dez. 2020

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern PVH Corporation musste im dritten Quartal 2020/21 erneut Rückgänge beim Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Das Unternehmen, zu dem namhafte Marken wie Calvin Klein und Tommy Hilfiger gehören, machte aber deutlich bessere Geschäfte als in den vorangegangenen Monaten. „Unsere Resultate für das dritte Quartal haben trotz der anhaltenden Covid-19-Pandemie in allen Märkten und Vertriebskanälen unsere Erwartungen übertroffen“, erklärte CEO Emanuel Chirico im am Mittwochabend veröffentlichten Zwischenbericht. Dazu habe eine „sehr starke Erholung“ der Geschäfte in Europa und China beigetragen.

Insgesamt belief sich der Konzernumsatz im jüngsten Quartal, das am 1. November abgeschlossen wurde, auf 2,12 Milliarden US-Dollar (1,75 Millionen Euro). Das entsprach einem Rückgang um 18,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen sanken die Erlöse um 21,0 Prozent. Ein Plus von 70 Prozent im eigenen Onlinegeschäft konnte die hohen Einbußen im stationären Einzelhandel und im Großhandelsgeschäft nicht ausgleichen.

Beide Hauptmarken litten unter deutlichen Umsatzeinbußen in Nordamerika, während die Erlöse im internationalen Geschäft das Vorjahresniveau erreichten. So sank der Umsatz von Tommy Hilfiger um 12,4 Prozent (währungsbereinigt -16,4 Prozent) auf 1,09 Milliarden US-Dollar, bei Calvin Klein schrumpfte er um 18,4 Prozent (währungsbereinigt -20,8 Prozent) auf 790,0 Millionen US-Dollar. Im Segment Heritage Brands, in dem die kleineren Labels des Konzerns geführt werden, gingen die Erlöse um 36,5 Prozent auf 238,3 Millionen US-Dollar zurück.

Nach hohen Verlusten im ersten Halbjahr kehrte PVH im dritten Quartal in die Gewinnzone zurück. Mit 69,8 Millionen US-Dollar (57,6 Millionen Euro) fiel der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss allerdings deutlich geringer aus als im Vorjahreszeitraum (-66,6 Prozent). In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste der Konzern damit einen Nettoverlust in Höhe von 1,08 Milliarden US-Dollar verbuchen, der vor allem auf Wertberichtigungen im Volumen von rund 933 Millionen US-Dollar zurückzuführen war. Der Umsatz lag mit 5,04 Milliarden US-Dollar um 31,0 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Foto: Tommy Hilfiger