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Salvatore Ferragamo: Schwaches drittes Quartal belastet Neunmonatszahlen

Von Jan Schroder

13. Nov. 2019

Business

Der italienische Schuh- und Lederwarenspezialist Salvatore Ferragamo SpA musste im dritten Quartal 2019 einen Rückschlag hinnehmen. Nach soliden Zuwächsen in den ersten sechs Monaten schrumpften die Umsätze im jüngsten Vierteljahr. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den das Unternehmen am Mittwoch vorlegte.

Demnach lag der Umsatz im Zeitraum von Juli bis September um 2,9 Prozent (währungsbereinigt -3,6 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Das lag unter anderem an den Auswirkungen der Unruhen in Hongkong: Dort brach der Einzelhandelsumsatz von Salvatore Ferragamo im dritten Quartal um 45 Prozent ein.

Dank des erfolgreicheren ersten Halbjahres, in dem die Erlöse um 4,6 Prozent (währungsbereinigt +4,4 Prozent) gestiegen waren, konnte das Unternehmen nach neun Monaten ein Plus verbuchen. Die Erlöse lagen in diesem Zeitraum bei 994,4 Millionen Euro und damit um 2,3 Prozent (währungsbereinigt +1,9 Prozent) über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Im asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans stieg der Umsatz trotz der jüngsten Probleme in Hongkong um 2,7 Prozent (währungsbereinigt +2,7 Prozent) auf 373,1 Millionen Euro, in Europa legte er um 3,9 Prozent (währungsbereinigt +3,7 Prozent) auf 258,7 Millionen Euro zu.

In Japan wuchsen die Erlöse nur dank positiver Wechselkurseffekte um 0,9 Prozent auf 87,1 Millionen Euro. Währungsbereinigt verfehlten sie das Vorjahresniveau knapp (-0,2 Prozent). In Nordamerika mussten die Italiener einen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent (währungsbereinigt -1,8 Prozent) auf 219,7 Millionen Euro hinnehmen.

Ein Anstieg der Betriebskosten um 6,2 Prozent drückte das Ergebnis: Bereinigt um die Auswirkungen der erstmaligen Anwendungen des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sank der operative Gewinn daher um 5,7 Prozent auf 96,3 Millionen Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn lag nach neun Monaten ohne die Effekte von IFRS 16 bei 63,1 Millionen Euro und damit um 1,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Foto: Salvatore Ferragamo Facebook-Page