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Starkes China-Geschäft hält Nike im dritten Quartal auf Wachstumskurs

Von Jan Schroder

19. März 2021

Der US-amerikanische Sportartikelanbieter Nike Inc. hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 ein kleines Umsatzplus erzielt. Das lag vor allem an deutlichen Zuwächsen in China und im Onlinegeschäft. Seinen Gewinn steigerte der globale Branchenführer sogar um mehr als siebzig Prozent.

Am Donnerstagabend gab der Konzern bekannt, dass er in den drei Monaten vor dem 28. Februar einen Umsatz in Höhe von 10,4 Milliarden US-Dollar (8,69 Milliarden Euro) erwirtschaften konnte. Das entsprach einem Wachstum um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse allerdings um ein Prozent. Der Großteil des Gesamtumsatzes entfiel auf die Hauptmarke Nike, deren Erlöse um zwei Prozent (währungsbereinigt -2 Prozent) auf 9,77 Milliarden US-Dollar stiegen. Das kleinere Label Converse legte um 13 Prozent (währungsbereinigt +8 Prozent) auf 570 Millionen US-Dollar zu.

Kräftige Zuwächse in China kompensieren Umsatzeinbußen in den übrigen Regionen

Die Markenumsätze von Nike wurden durch ein kräftiges Plus im globalen E-Commerce (+59 Prozent, währungsbereinigt +54 Prozent) und hohe Zuwächse in Großchina beflügelt. Dort stiegen die Erlöse um 51 Prozent (währungsbereinigt +42 Prozent) auf 2,28 Milliarden US-Dollar. Weniger erfreulich waren die Zahlen in den übrigen Regionen: In Nordamerika sackte der Umsatz um zehn Prozent (währungsbereinigt -11 Prozent) auf 3,56 Milliarden US-Dollar ab. Das Unternehmen machte dafür unter anderem Lieferverzögerungen aufgrund der „globalen Container-Knappheit“ und Umschlagproblemen in US-Häfen verantwortlich.

Die Geschäfte in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, belasteten erneute Ladenschließungen, die in wichtigen Märkten zum Schutz gegen die Covid-19-Pandemie angeordnet wurden. Der dortige Umsatz sank um vier Prozent (währungsbereinigt -9 Prozent) auf 2,61 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika beliefen sich auf insgesamt 1,32 Milliarden US-Dollar. Damit lagen sie um sieben Prozent (währungsbereinigt -8 Prozent) unter dem Niveau des Vorjahresquartals.

Der Nettogewinn wächst um 71 Prozent

Durch die Einschränkung von Rabattaktionen, den höheren Anteil des Onlinegeschäfts und Veränderungen der regionalen Umsatzverteilung konnte der Konzern seine Bruttomarge von 44,3 auf 45,6 Prozent steigern. Zudem verringerten sich die die Vertriebs- und Verwaltungskosten um sieben Prozent, was unter anderem an niedrigeren Ausgaben für Werbung und Marketing lag. Diese Faktoren führten zu einem kräftigen Anstieg des Nettogewinns: Mit 1,45 Milliarden US-Dollar (1,22 Milliarden Euro) lag er um 71 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres belief sich der Konzernumsatz damit auf 32,2 Milliarden, was eine Steigerung um vier Prozent (währungsbereinigt +2 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutete. Der Nettogewinn wuchs um 27 Prozent auf 4,22 Milliarden US-Dollar.

Bild: Nike Inc.