Under Armour: Quartalsumsatz steigt leicht, Verlust sinkt deutlich

Der US-amerikanische Sportartikelkonzern Under Armour Inc. konnte im zweiten Quartal 2019 seinen Verlust deutlich verringern. Die Umsatzentwicklung blieb allerdings etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Weil zudem die Prognosen recht zurückhaltend ausfielen, rutschte der Aktienkurs unmittelbar nach der Veröffentlichung der Zahlen am Dienstag erst einmal um mehr als zehn Prozent ab.

In den Monaten April bis Juni belief sich der Umsatz auf 1,19 Milliarden US-Dollar (1,07 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs er damit lediglich um 1,5 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Steigerungsrate bei 3,0 Prozent. Wie schon in den vergangenen Jahren litt das Unternehmen unter der vergleichsweise schwachen Nachfrage in der Heimat. Die Erlöse in Nordamerika schrumpften um 3,2 Prozent (währungsbereinigt -2,9 Prozent) auf 816,2 Millionen US-Dollar.

Zweistellige Zuwächse außerhalb Nordamerikas sorgen für kleines Umsatzplus

Außerhalb Nordamerikas wurde der Umsatz allerdings erneut kräftig verbessert. Er übertraf das Vorjahresniveau um 11,8 Prozent (währungsbereinigt +17,1 Prozent). Besonders dynamisch entwickelte sich der asiatisch-pazifische Raum: Dort erzielte Under Armour ein Plus von 22,6 Prozent (währungsbereinigt +29,2 Prozent) auf 154,1 Millionen US-Dollar. In Europa wuchs der Umsatz um 6,1 Prozent (währungsbereinigt +10,7 Prozent) und erreichte 145,3 Millionen US-Dollar. Ungünstige Wechselkursentwicklungen ließen die Erlöse in Lateinamerika um 2,5 Prozent auf 39,7 Millionen US-Dollar schrumpfen, währungsbereinigt stiegen sie allerdings um 1,5 Prozent. Der weltweite Umsatz der Connected-Fitness-Sparte wuchs um 9,7 Prozent auf 31,9 Millionen US-Dollar.

Effizienzsteigerungen und der Wegfall von Restrukturierungskosten, die im Vorjahresquartal das Ergebnis um knapp 79 Millionen US-Dollar gedrückt hatten, ließen den operativen Verlust deutlich zurückgehen: Er schrumpfte von 104,9 auf 11,5 Millionen US-Dollar. Auch der Nettofehlbetrag fiel mit 17,3 Millionen US-Dollar (15,5 Millionen Euro) weitaus geringer aus als im zweiten Quartal 2018, in dem er bei 95,5 Millionen US-Dollar gelegen hatte. Der verwässerte Verlust je Aktie sank von 0,21 auf 0,04 US-Dollar.

Konzernchef Plank sieht „solide Fortschritte“

Die vorliegenden Zahlen wertete CEO Kevin Plank als Beleg für „solide Fortschritte“ bei der Transformation des Unternehmens, das sich in den vergangenen Jahren einem strikten Sparprogramm unterzogen hat. „Wir sind auf Kurs, unsere Erwartungen für 2019 zu erfüllen“, betonte er im Zwischenbericht. So rechnet das Management für das laufende Jahr mit einem Umsatzwachstum um drei bis vier Prozent. Dabei soll ein „leichter Rückgang“ in Nordamerika durch Zuwächse „im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich“ im Rest der Welt mehr als ausgeglichen werden.

Die Prognose für den operativen Gewinn wurde leicht angehoben: Hier erwartet das Unternehmen nun etwa 230 bis 235 Millionen US-Dollar, nachdem zuvor 220 bis 230 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Der Gewinn pro Aktie soll 0,33 bis 0,34 US-Dollar erreichen.

Foto: Under Armour Facebook-Page

 

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