Versandhändler Otto bleibt auf Wachstumskurs

Das Hamburger Versandhaus Otto ist auch im Geschäftsjahr 2019/20 weiter gewachsen. Am Donnerstag meldete die Tochter des Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group ein Umsatzplus von neun Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Damit seien die Erlöse im zehnten Jahr in Folge gesteigert worden, erklärte das Unternehmen.

Die höchsten Zuwächsen im vergangenen Geschäftsjahr, das am 29. Februar abgeschlossen wurde, erzielten demnach die Kategorien Home & Living (+15 Prozent) und Technikartikel (+14 Prozent). „Wir sind damit weiterhin mit Abstand Deutschlands größter Online-Möbelhändler“, erklärte Marc Opelt, der Vorsitzende des Otto-Bereichsvorstands, in einer Mitteilung. Derzeit bemüht sich das Versandhaus, den Wandel zum Plattformmodell durch die Einbindung weiterer Anbieter voranzutreiben. Das Unternehmen werde „in den kommenden Monaten rund 1000 Partner live schalten“, erklärte Otto.

Aktuell prägen die Auswirkungen der Covid-19-Epidemie die Geschäftsentwicklung. Daher verzichtete die Geschäftsleitung auf Prognosen für das laufende Jahr. Seit Anfang März beobachtete das Unternehmen eine „sehr heterogene und volatile Nachfrage“ der Kunden. „Normalerweise stark nachgefragte sowie besonders ertragsstarke Warenkategorien wie die saisonale Frühjahrs-, Sommer- und Bademode verzeichnen deutliche Rückgänge und liegen unter Plan“, erläuterte Otto. „Dagegen werden in anderen Sortimenten – Elektronik-Artikel, Computer, Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Spielekonsolen, Wohn- und Einrichtungsgegenstände sowie ‚bequemen Textilien‘ – ungewohnte Nachfragespitzen registriert.“

Verändertes Kaufverhalten im März sorgt „temporär für leichte Umsatzzuwächse“

In der Summe wirkten sich die veränderten Kaufgewohnheiten aber bisher nicht negativ aus. Vielmehr hätten sie „temporär für leichte Umsatzzuwächse“ gesorgt, erklärte der Versender. Daraus mochte Vorstandschef Opelt aber „keinen generell anhaltenden Trend für die weitere Geschäftsentwicklung ableiten“. So setzt das Unternehmen auf ein Maßnahmenpaket, um für mögliche Folgen der Krise gerüstet zu sein. „Dazu gehören die Anpassung von Ordern, Sortimenten und Marketingmaßnahmen sowie das Aussetzen von Projekten, die das Geschäft nicht direkt beeinflussen“, erklärte Otto. Zudem werde derzeit auf Neueinstellungen verzichtet.

„Wir tun alles dafür, um am Ende gestärkt aus dieser für uns alle unbekannten Situation und hoffentlich einmaligen Krise hervorzugehen“, erklärte Opelt. „Dafür arbeitet das ganze Unternehmen mit hoher Energie, Flexibilität und Zuversicht. Als der größte Universalist der Otto Group sind wir prinzipiell auch für schwierige Zeiten wie diese gut gerüstet und übernehmen Verantwortung.“

Foto: Otto GmbH & Co.

 

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