VF Corporation entlässt seine Denim-Sparte in die Selbständigkeit

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation wird am Mittwoch nicht nur seine Resultate für das Geschäftsjahr 2018/19 vorlegen, sondern auch eine Ära abschließen. Heute vollzieht das Unternehmen die seit Monaten angekündigte Trennung von seiner Denim-Sparte.

Danach werden die Labels Wrangler, Lee und Rock & Republic unter dem Dach der eigens gegründeten Gesellschaft Kontoor Brands Inc. als selbständiges Unternehmen geführt. Der neue Konzern erhält das Börsenkürzel KTB und wird künftig an der New York Stock Exchange gelistet. VF hatte zuvor die Anteile an der neuen Gesellschaft an seine eigenen Aktionäre ausgegeben: Für sieben VF-Anteilsscheine erhielt jeder Anleger eine Aktie von Kontoor Brands.

Der Konzern erwartet einen Jahresumsatz von fast 14 Milliarden US-Dollar

VF hatte die Abspaltung damit begründet, sich künftig auf seine verbliebenen, besonders wachstumsträchtigen Marken wie Vans und The North Face sowie das Geschäft mit Workwear konzentrieren zu wollen. Die Denim-Marken hatten sich zuletzt weit weniger gut entwickelt und sollen nun durch die Bündelung in einem spezialisierten Unternehmen wieder auf den Erfolgskurs zurückgeführt werden. Nachdem der gemeinsame Umsatz des künftigen Kontoor-Portfolios im abgelaufenen Geschäftsjahr voraussichtlich leicht schrumpfte und 2,5 Milliarden US-Dollar erreichte, wird für die kommenden beiden Jahre ein durchschnittliches Wachstum um einen mittleren einstelligen Prozentsatz erwartet.

Am Mittwoch wird VF damit zum letzten Mal ein Geschäftsjahr in alter Größe bilanzieren. Prognostiziert wird ein Umsatzwachstum um zwölf Prozent auf 13,8 Milliarden US-Dollar (12,3 Milliarden Euro). Auch der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll gegenüber dem Vorjahr kräftig steigen: Hier erwartet das Management eine Verbesserung um 19 Prozent auf 3,73 US-Dollar.

Foto: Wrangler Facebook-Page

 

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