VF Corporation: Vans bleibt Wachstumsmotor

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern VF Corporation hat nach einem erfolgreichen dritten Quartal seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 angehoben. Besonders kräftige Zuwächse erzielte in den vergangenen Monaten einmal mehr die Marke Vans. Auch das Outdoor-Label The North Face legte zweistellig zu.

In den Monaten Oktober bis Dezember belief sich der Konzernumsatz auf 3,94 Milliarden US-Dollar (3,46 Milliarden Euro). Gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres bedeutete das eine Steigerung um acht Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um zehn Prozent. Ohne den Beitrag neu hinzugekaufter und aufgegebener Geschäftsbereiche verbesserte sich der Konzernumsatz um sieben Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent).

Der eigene Einzelhandel entwickelte sich überdurchschnittlich: Dort stiegen die Erlöse um zehn Prozent (währungsbereinigt +12 Prozent), was vor allem dem starken Online-Geschäft zu verdanken war (+24 Prozent, währungsbereinigt +26 Prozent). Die Konzernumsätze im Ausland wuchsen um fünf Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent). Herausragende Verbesserungen erzielte der Konzern dabei in China (+18 Prozent, währungsbereinigt +23 Prozent).

Der Markenumsatz von Vans steigt im dritten Quartal um ein Viertel

Von den einzelnen Sparten der Unternehmensgruppe verbuchte das Segment Active die höchsten Zuwächse: Sein Umsatz stieg um 16 Prozent (organisch und währungsbereinigt +20 Prozent) auf 1,14 Milliarden US-Dollar. Zugpferd war das Label Vans, dessen Erlöse um 25 Prozent (währungsbereinigt +27 Prozent) wuchsen. Die Sparte Outdoor konnte dank guter Geschäfte der Hauptmarke The North Face (+14 Prozent, währungsbereinigt +16 Prozent) um elf Prozent zulegen und kam auf 1,61 Milliarden US-Dollar. Organisch und währungsbereinigt lag die Wachstumsrate bei acht Prozent. Im Bereich Work stieg der Umsatz um zwei Prozent (organisch und währungsbereinigt +5 Prozent) auf 493,6 Millionen US-Dollar.

Weniger erfolgreich war die Jeans-Sparte mit den Labels Lee und Wrangler. Sie musste einen Umsatzrückgang um fünf Prozent (organisch und währungsbereinigt -3 Prozent) auf 657,9 Millionen US-Dollar hinnehmen. Lange wird sie die Konzernbilanz aber nicht mehr belasten: Im vergangenen Jahr hatte VF angekündigt, sich von dem Segment zu trennen und es unter dem Namen Kontoor Brands als eigenständige Gesellschaft an die Börse zu bringen.

Weil die Betriebskosten weniger stark stiegen als der Umsatz, konnte der Konzern seinen operativen Gewinn deutlich erhöhen: Er wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 591,9 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich stand daher wieder ein positives Ergebnis: Der Nettogewinn lag bei 463,5 Millionen US-Dollar. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte VF einen Verlust in Höhe von 90,3 Millionen US-Dollar ausweisen müssen, der allerdings im Wesentlichen auf Einmalbelastungen infolge einer Steuerreform in den USA zurückzuführen war.

Der Konzern hebt seine Jahresprognosen an

Weil die Zahlen im abgelaufenen Quartal die Erwartungen übertreffen konnten, hob der Konzern seine Prognosen für das laufenden Geschäftsjahr an. Er rechnet vor allem aufgrund der überraschend starken Zuwächse beim Label Vans nun mit einem Umsatzplus von etwa zwölf Prozent (währungsbereinigt +13 Prozent) auf mindestens 13,8 Milliarden US-Dollar. Bislang waren 13,7 Milliarden US-Dollar erwartet worden. Weil sich die Nachfrage in Europa zuletzt deutlich abgeschwächt hatte, wurde die Prognose für den Zuwachs im Auslandsgeschäft allerdings von bislang zwölf bis 13 Prozent auf nunmehr zehn bis elf Prozent gesenkt.

Das Ziel für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn pro Aktie wurde deutlich angehoben. Der Konzern rechnet nun mit 3,73 US-Dollar, was eine Steigerung um 19 Prozent (währungsbereinigt +20 Prozent) gegenüber dem Vorjahr bedeuten würde. Zuvor hatte die Prognose bei 3,65 US-Dollar gelegen.

Fotos: Vans Facebook-Page
 

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