Zalando: Gute Quartalszahlen sorgen für Kurssprung

Der Berliner Online-Modehändler Zalando SE hat seinen Umsatz im zweiten Vierteljahr um rund ein Fünftel gesteigert. Auch der Betriebsgewinn sei höher ausgefallen als im Vorjahresquartal, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Gleichzeitig hob es seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an. An der Börse zeigten die vorgelegten Zahlen umgehend Wirkung: Der Aktienkurs legte um mehr als zehn Prozent zu.

In den Monaten April bis Juni kam Zalando auf einen Umsatz in Höhe von 1,60 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit konnte der Versender nach eigenen Angaben Marktanteile hinzugewinnen. Mit 36,1 Millionen Bestellungen im Laufe des Quartals feierte Zalando zudem einen neuen Rekord.

Im wichtigsten Segment Fashion Fashion Store legten die Erlöse um 19,8 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro zu. Das kräftige Wachstum sei „in erster Linie auf eine starke Zunahme aktiver Kunden sowie der durchschnittlichen Bestellungen pro aktivem Kunden zurückzuführen“, erklärte Zalando. In der Sparte Offprice stieg der Umsatz um 35,9 Prozent auf 155,7 Millionen Euro.

Der Betriebsgewinn legt um 5,4 Prozent zu

Höhere Marketingkosten trugen dazu bei, dass der Betriebsgewinn nicht so rasant wuchs wie der Umsatz: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte im abgelaufenen Quartal 92,0 Millionen Euro und übertraf den entsprechenden Vorjahreswert damit um 5,4 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte stieg das EBIT um 8,2 Prozent auf 101,7 Millionen Euro. Der Nettogewinn ging allerdings um 12,8 Prozent auf 45,5 Millionen Euro zurück.

Nach den überraschend guten Resultaten im zweiten Vierteljahr justierte das Unternehmen seine Jahresprognosen: Der Vorstand rechnet nun mit einem bereinigten EBIT „in der oberen Hälfte“ des bisherigen Zielkorridors von 175 bis 225 Millionen Euro. Beim Umsatz erwartet das Management ein Wachstum „rund um das untere Ende“ des Prognosebereichs von zwanzig bis 25 Prozent. Zuletzt hatte es eine Steigerungsrate „am unteren Ende“ der Spanne in Aussicht gestellt.

Foto: Zalando SE

 

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