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Bottega Veneta bringt vergangene Kollektionen zurück in den Verkauf

Von Ole Spötter

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Einzelhandel |Aktualisiert

Tasmin Blanchard, Kering-CSO Marie-Claire Daveu und Bottega-Veneta-CEO Leo Rongone (von links nach rechts) beim Global Fashion Summit, Foto: FashionUnited

Das italienische Modehaus Bottega Veneta hat einen neuen Bereich auf seiner Website eröffnet, in dem Produkte aus vergangenen Kollektionen wieder zum Verkauf angeboten werden.

“Bottega Series” wurde am Dienstag gelauncht, wie Leo Rongone, Geschäftsführer der Kering-Tochter am Mittwoch beim Global Fashion Summit in Kopenhagen berichtete.

Aktuell werden die Taschenmodelle Cabat (3900 Euro)und Banana (3800 Euro) in jeweils drei Farben angeboten. Die Archiv-Stücke, deren älteste Stücke etwa drei Jahre alt sind, werden monatlich auf der Website aktualisiert und sind für den Originalpreis erhältlich, den das Produkt zum Launch der ursprünglichen Kollektion hatte, so der Bottega-Veneta-Chef.

Die Pieces stammen dabei nicht wie bei ähnlichen Konzepten als Secondhand-Produkte von Kund:innen, sondern aus dem Bestand der Marke.

„Wir sind so begeistert von diesen Produkten, dass wir sie unseren Kund:innen mit dem Drop-Prinzip anbieten wollen", so Rongone.

Die Strategie als Alleinstellungsmerkmal

Vergangene Kollektionen wieder ins Sortiment aufzunehmen und das ohne eine Preisveränderung, ist doch eher eine untypische Herangehensweise für ein Modehaus. Allerdings fällt die Marke, die nicht auf plakatives Logomania setzt und dessen Flechtart der Handtaschen zum Markenzeichen geworden ist, durch seine ungewöhnlichen und teilweise radikalen Strategien auf.

Mit dem ehemaligen Chefdesigner Daniel Lee, der das Label im November verlassen hat, kam das “Bottega Green”. Die Farbe verwandelte sich nicht nur vom Sortiment des Modehauses zu einer der beliebtesten Farben des vergangenen Jahres, sie zierte auch bei großen Marketingaktionen verschiedene Gebäude und Wahrzeichen - darunter die Chinesische Mauer.

Aber auch in der deutschen Hauptstadt zog Bottega Veneta im vergangenen Jahr die Aufmerksamkeit auf sich, als nach einer Modenschau der Marke eine Party stattgefunden haben soll, die nicht mit den damaligen Corona-Regeln einherging. In den Sozialen Medien setzte Bottega Veneta dagegen auf Zurückhaltung. Dafür startete ein eigenes digitales Magazin.

Insgesamt ist es um Bottega Veneta nach dem Designer-Wechsel etwas ruhiger geworden, aber dennoch scheint das Label mit CEO Rongone noch die ein oder andere Idee in der Trickkiste zu haben.

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Leo Rongone