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ECE kündigt weitere Mietsenkungen in Lockdown-Zeiten an

Von Jan Schroder

22. Dez. 2020

Einzelhandel

Der Shopping-Center-Betreiber ECE will den Einzelhändlern und Gastronomen in seinen Einkaufszentren auch während des aktuellen und möglicher zukünftiger Lockdowns entgegenkommen. „Für den Zeitraum der Ladenschließung seit Mitte Dezember wird die Kaltmiete um die Hälfte reduziert“, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Angebot gelte zudem „auch für mögliche weitere Lockdowns im Jahr 2021“. Die monatlichen Mieteinbußen aufgrund dieser Hilfsmaßnahme bezifferte die ECE auf bis zu fünfzig Millionen Euro.

Darüber hinaus erklärte das Unternehmen, auf Werbebeiträge für das erste Quartal 2021 sowie mögliche Sonderwerbebeiträge im kommenden Jahr zu verzichten. So würden die Mieter um weiter 25 Millionen Euro entlastet. Den geplanten Unterstützungsmaßnahmen müssten allerdings noch die „jeweiligen Investoren und Banken“ zustimmen, teilte die ECE mit. Derzeit lägen bereits für knapp ein Drittel der rund hundert ECE-Center in Deutschland grundsätzliche Zustimmungen vor.

Sollten die Hilfsmaßnahmen wie geplant zustande kommen, würde sich eine Kostenentlastung von insgesamt rund 75 Millionen Euro für die Mieter ergeben, erklärte das Unternehmen. Das würde „der Summe entsprechen, auf die die jeweiligen Investoren bereits im Frühjahr nach dem 1. Lockdown verzichtet hatten“.

Alexander Otto, der CEO von ECE, erläuterte die Beweggründe für die Vorschläge: „Der Lockdown vor Weihnachten ist der absolute Worst Case für alle Händler und bedroht viele von ihnen in ihrer Existenz. Daher brauchen sie jetzt eine schnelle Entlastung, zumal die versprochenen staatlichen Hilfen bislang viel zu langsam und vielfach auch gar nicht fließen“, erklärte er in einer Mitteilung. „Wir sehen uns als Partner sowohl der Händler wie der Investoren und sehen uns in der Pflicht, hier zu einem fairen Interessensausgleich zu kommen.“

Otto mahnte angesichts der gegenwärtigen Krise zudem eine bundesweite Einigung an: „Ich glaube, dass es sowohl im Interesse der Einzelhändler wie der allermeisten Vermieter in Deutschland wäre, wenn wir hier zu einer möglichst schnellen und einheitlichen Lösung kämen, damit wir unsere ganze Kraft auf die Herausforderungen konzentrieren können, die vor uns liegen“, erklärte er.

Foto: ECE
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