HDE: Verbraucherstimmung auch im Februar gedämpft

Die deutschen Verbraucher sind weiterhin zurückhaltend. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, deren Ergebnisse der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag vorlegte. Immerhin stabilisierte sich das HDE Konsumbarometer im Vergleich zum Januar, als es einen „neuen Tiefststand“ erreicht hatte. Der Branchenverband lässt monatlich etwa 2.000 repräsentativ ausgewählte Haushalte zu konsumrelevanten Themen befragen.

Das Konsumbarometer für den Februar erreichte 99,28 Zähler und lag damit um 0,1 Punkte über dem Niveau des Vormonats. „Insgesamt ist die Stimmung aber deutlich schlechter als im Jahr 2019“, erklärte der HDE. Dabei sehen die befragten Verbraucher die allgemeine Wirtschaftsentwicklung wieder „deutlich positiver“ als im Januar: Der Indikator für die Konjunkturerwartung stieg gegenüber dem Vormonat, dementsprechend legte auch die individuelle Einkommenserwartung zu.

Die Anschaffungsneigung ging allerdings weiter zurück. Weil die Befragten gleichzeitig die Absicht äußerten, mehr zu sparen, gehen die Studienverfasser davon aus, dass die Verbraucher „offensichtlich Risikovorsorge“ betrieben. Sie seien „noch skeptisch“, was die mittelfristige Wirtschaftsentwicklung angeht, und bauten „ein Finanzpolster auf, um auf etwaige finanziell angespannte Phasen im Laufe des Jahres reagieren zu können“, erklärten die Autoren. Angesichts solcher Vorsichtsmaßnahmen der Verbraucher sei nicht zu erwarten, dass der private Konsum in nächster Zeit „deutliche Impulse“ für die Gesamtkonjunktur liefern könne.

Foto: FashionUnited

 

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