HDE warnt vor steigender Verunsicherung der deutschen Verbraucher

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen wieder merklich eingetrübt. Das geht aus dem aktuellen HDE-Konsumbarometer für den September hervor, das der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag veröffentlichte. Demnach rutschte der monatlich ermittelte Index, der auf einer Befragung von etwa 2.000 Haushalten beruht, im Vergleich zum August von 101,43 auf 99,98 Punkte ab.

Damit fiel der Index in etwa auf den Wert vom Juli zurück. Der HDE begründete die Fluktuation mit einer „gewissen Verunsicherung“ der Konsumenten angesichts zahlreicher wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten. Die Unsicherheit der Verbraucher beziehe sich sowohl „auf die Frage, wie lange die gute wirtschaftliche Lage noch anhält, als auch ihre eigenen Erwartungen angesichts mehrdeutiger Aussagen und Fakten“, erläuterte der Verband. Die Befragten beurteilten zuletzt sowohl die gesamtwirtschaftliche Perspektive als auch die Entwicklung der eigenen Einkommen zurückhaltender. Angesichts dessen sei die Anschaffungsneigung gesunken, weil „die geplante Einkommensverwendung der Verbraucher in nächster Zeit vom Sparmotiv geprägt“ werde, so der HDE.

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth appellierte an die Bundesregierung, die Voraussetzungen für ein besseres Konsumklima zu schaffen: „Die Große Koalition muss jetzt liefern. Die Verunsicherung gefährdet mittelfristig die Binnenkonjunktur“, erklärte er in einer Mitteilung. „Die Verbraucher erwarten eine verlässliche Politik. Die Bundesregierung muss deshalb jetzt wie lange versprochen den Solidaritätszuschlag abschaffen. Das wäre auch ein gutes Signal, um die Kaufkraft zu stärken.“

Foto: ECE
 

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