Die Ausstellung «Heavenly Bodies» rund um Mode in der katholischen Kirche hat dem Metropolitan Museum in New York einen Besucherrekord beschert. 1,7 Millionen Menschen besuchten die auf zwei Standorte verteilte Schau, die Anfang dieser Woche nach fünf Monaten zu Ende ging. Zuvor hatte den Rekord für die meisten Besucher eine Ausstellung im Jahr 1978 zum altägyptischen König Tutanchamun gehalten, wie das Metropolitan Museum mitteilte.

Die Ausstellung «Himmlische Körper: Mode und die katholische Vorstellungskraft» war so groß wie keine Met-Ausstellung zuvor. Die Stücke waren in 25 Räumen über 5500 Quadratmeter ausgestellt.

Darunter waren rund 50 päpstliche Gewänder und Schmuck aus dem 18. bis 21. Jahrhundert. Einige der Leihgaben waren vorher nie außerhalb des Vatikans gezeigt worden. Hinzu kamen Stücke der Designer Alexander McQueen, Yves Saint Laurent und Jean Paul Gaultier, die von der Thematik rund um Heilige, Engel und die Jungfrau Maria inspiriert sind. Die dazugehörige Gala «Met Ball» zog wie jedes Jahr zahlreiche Stars an.

Thema der nächsten Met-Ball-Gala soll im Frühjahr 2019 «Camp» sein. In Anlehnung an einen Essay der Schriftstellerin Susan Sontag (1933-2004) geht es dabei um spielerische Extravaganz, modische Tricks und maßlose Übertreibung - etwa ein Kleid aus 3000 Vogelfedern. Ziel des «Camp»-Stils ist es, ernsthaft gemeinte Mode zu entthronen. «Camp ist Kunst, die sich ernst gibt, die aber insgesamt nicht ernst genommen werden kann, weil sie «zu viel» ist», schreibt Sontag. (dpa)

 

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