Diane von Furstenberg verzichtet ab 2019 auf Pelz und Angora

Nach dem Mohairverbot im Juli folgt jetzt das Pelz- und Angoraverbot: Das New Yorker Luxusmodehaus Diane van Furstenberg (DVF) bestätigte in einer Mitteilung vor drei Tagen, dass es künftig weder Angora noch Pelz für seine Designs verwenden werde.

„DVF hat sich verpflichtet, die Produktion und Verwendung von Pelz in allen künftigen Kollektionen einzustellen. Das Unternehmen ist besorgt über die ethischen und ökologischen Auswirkungen der Verwendung von Zuchtpelz in Modekollektionen und hat sich auf Wunsch der Verbraucher nach ethischer Mode mit dem Tierschutzbund der Vereinigten Staaten und PETA zusammengeschlossen, um die Ausbeutung von Tierpelzen in der Modebranche zu beenden“, heißt es in der Mitteilung.

Kein Pelz, Mohair, Angora oder Exotenleder mehr bei Diane von Furstenberg

Die beiden Tierschutzorganisationen hatten bereits seit einiger Zeit Druck auf das Unternehmen ausgeübt, um es anderen Luxuslabels wie Burberry, Michael Kors, Gucci und Versace gleichzutun und auf Pelz zu verzichten. Was ab 2019 mit den noch vorhandenen Pelz-Artikeln geschehen wird, die derzeit noch verkauft werden, wurde nicht angesprochen.

„Es ist an der Zeit für uns, diese Veränderung vorzunehmen und Verantwortung übernehmen, um sicherzustellen, dass wir im Namen der Mode das Töten von Tieren nicht unterstützen. Wir verpflichten uns, den Übergang zu einer ethischeren und nachhaltigeren Modeindustrie durch die Bereitstellung innovativer und anspruchsvoller Alternativen für Verbraucher zu unterstützen. Ab 2019 wird DVF weder exotische Tierfelle, Mohair, Angora oder Pelz verwenden”, bestätigte DVF-Geschäftsführerin Sandra Campos in der Mitteilung vom 2. Oktober 2018.

„PETA begrüßt die mitfühlende, geschäftstüchtige Entscheidung von DVF, Pelz und Angora zu verbieten", kommentierte Tracy Reiman, stellvertretende Vorsitzende von PETA, Diane von Furstenbergs Entscheidung in einer Stellungnahme auf seiner Website vom 3. Oktober. „DVF ist das neueste Mitglied einer langen Reihe von Modemarken, die erkannt haben, dass Pelz tot ist, und PETA ruft jeden realitätsfremden Händler, der immer noch Mäntel, Kragen und Manschetten aus dem Fell gequälter Tieren verkauft, auf, zeitgemäß zu werden und das Gleiche zu tun.“

Das Pelzverbot wird ab Januar 2019 in Kraft treten und sich auf alle exotischen Tierhäute, Mohair und Angora erstrecken. Es ist Teil einer breiteren Nachhaltigkeitsinitiative des Luxuslabels, das zusammen mit dem Council of Fashion Designers of America (CFDA) an einem Nachhaltigkeitsplan arbeitet, der sich auf innovative Textilien als Alternativen zu Pelz konzentriert. „Ich freue mich sehr, dass Technologie uns einen Weg gezeigt hat, uns mit Kunstpelz genauso schick zu fühlen“, sagte DVF-Gründerin Diane von Furstenberg in der Mitteilung.

"Wir unterstützen unsere Vorsitzende Diane von Furstenberg und ihre Entscheidung, pelzfrei zu werden. Der CFDA wird mit der Marke zusammenarbeiten, um einen Plan zu erstellen, der DVF die Maximierung ethischer und nachhaltiger Praktiken ermöglicht“, bestätigte auch Steven Kolb, Präsident und CEO des CFDA.

Top-Designer stehen mit ihrer tierfreundlichen Entscheidung nicht allein da: Zum ersten Mal war die Londoner Modewoche im letzten Monat komplett pelzfrei und ganze Städte wie San Francisco, Los Angeles und Amsterdam entscheiden sich, ebenfalls pelzfrei zu werden.

Foto: Jacke aus Kunstpelz / Diane von Furstenberg Website
 

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