Ahlers AG zieht Jahresprognose zurück und verschiebt Hauptversammlung

Auch der Bekleidungshersteller Ahlers AG muss wegen der Coronavirus-Epidemie und der deswegen eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen seine bisherigen Ziele aufgeben. Am Montag erklärte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung, dass der Vorstand die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 zurückgezogen habe. Ahlers rechne nun mit „deutliche Belastungen, die Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr verringern werden“. Aufgrund der unsicheren Lage sei derzeit aber „keine verlässliche Prognose“ möglich.

Der Konzern erklärte, angesichts dessen bereits „umfangreiche liquiditätssichernde Maßnahmen“ eingeleitet zu haben. Aufgrund des geltenden Versammlungsverbots verschob das Unternehmen zudem seine für den 22. April geplante Jahreshauptversammlung auf unbestimmte Zeit.

Gleichzeitig veröffentlichte Ahlers Eckdaten zur Geschäftsentwicklung im ersten Quartal, das am 29. Februar abgeschlossen wurde. Demnach sank der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 51,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte sogar um 55 Prozent auf 1,5 Millionen Euro. Die Folgen der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sind dabei ausgeklammert.

Das Unternehmen begründete die deutlichen Rückgänge unter anderem damit, dass „aufgrund von Verzögerungen in der Jeans-Auslieferung Aufträge nicht fakturiert werden“ konnten. Der Konzern hofft aber darauf, die daraus resultierenden Einbußen „nachholen“ zu können, „sobald der Einzelhandel seine Bekleidungsgeschäfte wieder öffnet“. Außerdem habe „die Aufgabe des Geschäfts mit Damenhosen und Jupiter Sportswear die Umsätze planmäßig reduziert“, erklärte Ahlers. Die vollständigen Zahlen für das erste Quartal will das Unternehmen am 7. April vorlegen.

Foto: Baldessarini Facebook-Page

 

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