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„Ambitionierten Finanzziele“: Calida Group stellt Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre vor

Von Jan Schroder

25. Nov. 2021

Business

Foto: Calida

Der schweizerische Bekleidungskonzern Calida Holding AG setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele. Die konkreten Pläne für die kommenden fünf Jahre stellte das Unternehmen am Donnerstag im Rahmen seines Kapitalmarkttages vor. Anlass zur Hoffnung gibt der Geschäftsführung die bislang „starke Performance“ im laufenden Jahr.

„Die Calida Group hat über die letzten Jahre ein sehr gutes Fundament geschaffen, das wir nun für ein beschleunigtes Wachstum nutzen wollen“, erklärte Hans-Kristian Hoejsgaard, der Präsident des Verwaltungsrates, in einer Mitteilung. „Das erfolgreiche Onlinegeschäft werden wir als wichtigen Teil unserer omnichannel Vertriebsstrategie weiter ausbauen. Unsere ambitionierten Finanzziele 2026 wollen wir mit organischem Wachstum sowie gezielten Akquisitionen erreichen und so einen Mehrwert für all unsere Stakeholders schaffen.“

Nach kräftigem Umsatzplus im laufenden Jahr soll das Wachstumstempo weiter erhöht werden

Für das laufenden Geschäftsjahr 2021 rechnet das Management demnach mit einer Umsatzsteigerung um 15 Prozent auf etwa 285 Millionen Schweizer Franken (272 Millionen Euro). Das deutliche Plus sei nicht zuletzt dem „frühzeitig initiierten und erfolgreichen Ausbaus des Onlinegeschäfts“ zu verdanken, erklärte das Unternehmen. Die EBIT-Marge soll etwa acht Prozent erreichen.

Gleichzeitig gab der Konzern einen Ausblick auf die kommenden fünf Jahre: Bis 2026 werde „eine Verdopplung des jährliches organisches Umsatzwachstum auf vier bis sechs Prozent“ angestrebt, erklärte das Unternehmen. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 erreichte die Calida-Gruppe demnach ein durchschnittliche Steigerung um 2,3 Prozent pro Jahr. Die geplante Tempoverschärfung soll nicht zuletzt durch den weiteren Ausbau des E-Commerce gelingen, dessen Umsatzanteil im Vorkrisenjahr 2019 bei 22 Prozent lag: „Der Kanalmix wird sich in den nächsten Jahren weiter zum Onlinegeschäft hin verschieben: 50 Prozent des gesamten Nettoverkaufserlöses soll bis 2026 das digitale Geschäft beitragen“, erklärte der Konzern.

Zudem soll die „beschleunigte Internationalisierung“ in den kommenden Jahren zum Erreichen der Ziele beitragen. „Insbesondere in Deutschland als grösstem europäischen Markt erwartet die Calida Group ein überproportionales Wachstum“, heißt es in einer Mitteilung. Neben dem Umsatzvolumen will das Unternehmen zudem die Rentabilität steigern: Bis 2026 peilt der Konzern eine Verbesserung der EBIT-Marge auf zehn Prozent an.

Der Konzern setzt auf vier „strategische Prioritäten“ und plant Akquisitionen im Wäschesegment

Vier „strategische Prioritäten“ stehen im Zentrum der mittelfristigen Planungen: So soll das internationale Wachstum der Kernmarken weiter beschleunigt werden. Die entsprechenden Investitionen würden um dreißig Prozent gesteigert, teilte das Unternehmen mit. Geplant ist zudem die Stärkung der eigenen Distributionskanäle: Ihr Anteil am Gesamtumsatz „soll bis 2026 auf 70 Prozent des Nettoumsatzes erhöht werden und somit eine bessere Kontrolle über die Marken und steigende Renditen gewährleisten“, erläuterte der Konzern.

Darüber hinaus fasst das Unternehmen, das sich zuletzt von einigen Geschäftsbereichen getrennt hatte, Zukäufe im Kernsegment ins Auge: Durch „Übernahmen von Wachstumsmarken im Unterwäsche- und Lingeriebereich“ solle „der Marktanteil sukzessive erhöht und die Calida Group zu einem der führenden Akteure im Wäsche- und Lingeriemarkt werden“, teilte der Konzern mit. Durch die bereits eingeleitete strategische „Fokussierung auf das Unterwäschesegment“ baue die Unternehmensgruppe zudem „ihre Synergien weiter aus“ und schaffe „weitere Plattformen als Basis für das beschleunigte Wachstum“.