Coach-Mutter Tapestry startet mit Gewinnsprung ins neue Geschäftsjahr

Der US-amerikanische Modekonzern Tapestry Inc. konnte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 die Erwartungen übertreffen. Der Umsatz des Unternehmens, zu dem die Marken Coach, Kate Spade und Stuart Weitzman gehören, sank nicht so stark wie befürchtet, der Nettogewinn fiel mehr als zehnmal so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum.

„Wir haben vor einem beispiellosen und herausfordernden Hintergrund ein starkes Ergebniswachstum bei allen Marken erzielt“, lobte CEO Joanne Crevoiserat im am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht. Auch die Umsatzentwicklung sei schrittweise verbessert worden, wozu vor allem starke Zahlen in China und im Onlinegeschäft beigetragen hätten, erklärte Crevoiserat, die erste Anfang der Woche nach einigen Monaten als Interims-CEO dauerhaft zur Konzernchefin ernannt worden war.

Trotz der Erholungstendenzen sank der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar (1,00 Milliarden Euro). Die Erlöse der Hauptmarke Coach schrumpften um neun Prozent auf 875,4 Millionen US-Dollar. Beim Label Kate Spade gingen sie um 21 Prozent auf 240,4 Millionen US-Dollar zurück, bei Stuart Weitzman um 35 Prozent auf 56,4 Millionen US-Dollar.

Dank höherer Bruttomargen und niedrigerer Betriebskosten konnte der Konzern seinen Gewinn trotz der Umsatzeinbußen kräftig steigern. So sprang das operative Ergebnis von 51,6 auf 202,2 Millionen US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte dank einer Steuergutschrift sogar 231,7 Millionen US-Dollar (198,0 Millionen Euro), nachdem er im Vorjahresquartal lediglich bei 20,0 Millionen US-Dollar gelegen hatte. Seinerzeit hatten unter anderem hohe Abschreibungen das Ergebnis belastet.

Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie verzichtete der Konzern auf detaillierte Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Nach den guten Zahlen im Auftaktquartal erwartet das Management nun aber, dass Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau übertreffen werden.

Foto: Coach/Business Wire
 

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