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Deutliches Plus im zweiten Quartal: Farfetch knackt die Milliarden-Dollar-Grenze beim GMV

Von Jan Schroder

20. Aug. 2021

Business

Bild: Farfetch

Der britische Online-Modehändler Farfetch Limited konnte auch im zweiten Quartal 2021 kräftig wachsen. Beim Bruttowarenvolumen (GMV) passierte das Unternehmen sogar eine symbolträchtige Wegmarke: Erstmals habe die wichtige Kennzahl über einer Milliarde US-Dollar gelegen, teilte der E-Commerce-Spezialist am Donnerstagabend mit. Zudem schrieb das Unternehmen dank finanzieller Sondereffekte schwarze Zahlen.

In den Monaten April bis Juni lag das GMV bei 1,01 Milliarden US-Dollar und damit um 39,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Seinen Konzernumsatz konnte Farfetch um 43,5 Prozent auf 523,3 Millionen US-Dollar (448,2 Millionen Euro) steigern. Im Segment „Digital Platform“ wuchsen die Erlöse um 47,1 Prozent auf 433,0 Millionen US-Dollar, im Bereich „Brand Platform“, der die zum Konzern gehörenden Marken wie Off-White und Palm Angels umfasst, legten sie um 9,6 Prozent auf 72,7 Millionen US-Dollar zu.

Der Umsatz in den stationären Stores des Konzerns fiel mit 17,6 Millionen US-Dollar mehr als viermal so hoch aus wie im Vorjahresquartal (+349,2 Prozent). Der kräftige Zuwachs beruhte auf Neueröffnungen und der Tatsache, dass im Vorjahreszeitraum zahlreiche Filialen aufgrund der Covid-19-Pandemie zeitweise geschlossen waren.

Der Onlinehändler schreibt schwarze Zahlen und bekräftigt seine Jahresprognosen

Dank verbesserter Margen konnte Farfetch seinen um Sondereffekte bereinigten Verlust for Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 18,3 Prozent auf 20,6 Millionen US-Dollar verringern. Anders als im Vorjahresquartal schaffte es das Unternehmen sogar in die Gewinnzone: Weil eine aktuelle Neubewertung von Finanzinstrumenten zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 245,7 Millionen US-Dollar führte, konnte es einen auf die Anteilseigner entfallenden Nettogewinn von 86,6 Millionen US-Dollar (74,2 Millionen Euro) ausweisen. Im Vorjahresquartal hatte der E-Commerce-Spezialist noch einen entsprechenden Verlust von 439,6 Millionen US-Dollar verbucht.

An seinen Jahresprognosen hielt das Unternehmen fest: Es erwartet für 2021 damit weiterhin eine Steigerung des GMV im Digital-Platform-Segment um 35 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die um Sondereffekte bereinigte EBITDA-Marge soll ein bis zwei Prozent erreichen.