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„Enttäuschendes Ergebnis“: French Connection rutscht tief in die Verlustzone

Von Jan Schroder

10. März 2020

Der britische Bekleidungsanbieter French Connection Group Plc hat am Dienstag schwache Zahlen für das Geschäftsjahr 2019/20 veröffentlicht. Neben einem deutlichen Umsatzrückgang musste das Unternehmen einen hohen Verlust melden. „Nachdem wir in der ersten Hälfte des Jahres weitere Fortschritte machen konnten, ist das Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr enttäuschend“, räumte Chairman und CEO Stephen Marks in einer Mitteilung ein.

Im Ende Januar abgeschlossenen Jahr sank der Umsatz um 11,4 Prozent (währungsbereinigt -11,1 Prozent) auf 119,9 Millionen Britische Pfund (136,9 Millionen Euro). Das Unternehmen machte gezielte Ladenschließungen sowie die „schwierigen“ Rahmenbedingungen im britischen Einzelhandel für den Rückgang verantwortlich. Vor allem im zweiten Halbjahr sei die Lage in den britischen Einkaufsstraßen „schlecht“ gewesen, erklärte der Bekleidungshändler.

Neben der schwachen Nachfrage sorgten negative Sondereffekte wie Forderungsausfälle und Abschreibungen sowie Kosten für eine strategische Untersuchung für einen hohen Verlust. Nachdem French Connection im Vorjahr noch einen auf die Anteilseigner entfallenden Nettogewinn in Höhe von 0,1 Millionen Britischen Pfund ausweisen konnte, musste diesmal ein Fehlbetrag von 7,9 Millionen Britischen Pfund (9,0 Millionen Euro) verbucht werden. Bereinigt um Sondereffekte und den Anteil aufgegebener Geschäftsbereiche lag der Nettoverlust bei 3,0 Millionen Britischen Pfund.

Konzernchef Marks hielt es für „unwahrscheinlich“, dass sich die Bedingungen auf dem britischen Markt kurzfristig bessern könnten. „Vor diesem Hintergrund arbeiten wir hart daran, dafür zu sorgen, dass wir so effektiv und kosteneffizient wie möglich operieren. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit allen unseren Handelspartnern zusammen, um die Geschäfte mit ihnen zu optimieren“, so Marks.