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Esprit schreibt erstmals seit 2017 wieder schwarze Zahlen

Von Jan Schroder

12. Aug. 2021

Business

Foto: Esprit

Der Bekleidungsanbieter Esprit Holdings Ltd. ist im ersten Halbjahr 2021 nach langer Durststrecke in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auf der Basis der vorliegenden, noch ungeprüften Zahlen rechne das Unternehmen damit, für die Monate Januar bis Juni einen auf die Anteilseigner entfallenden Gewinn in Höhe von „nicht weniger als 110 Millionen Hongkong-Dollar“ (12 Millionen Euro) ausweisen zu können, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Vorabmitteilung.

Für Esprit sei es „das erste profitable Halbjahr seit dem am 30. Juni 2017 abgeschlossenen Geschäftsjahr“ gewesen, betonte das Textilunternehmen, das im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von etwa 3,6 Milliarden Hongkong-Dollar hinnehmen musste. Für die bemerkenswerte Wende machte Esprit verschiedene Faktoren verantwortlich: So hätten Sparmaßnahmen, Fortschritte im eigenen E-Commerce und positive Währungseffekte in Höhe von etwa 85 Millionen Hongkong-Dollar für den aktuellen Gewinn gesorgt. Zudem habe der Konzern im Vorjahreszeitraum negative Sondereffekte im Umfang von ungefähr 1,8 Milliarden Hongkong-Dollar verbuchen müssen.

Der Halbjahresumsatz sinkt um sechs Prozent

Der Umsatz ging den vorliegenden Zahlen zufolge allerdings weiter zurück: Mit etwa 3,8 Milliarden Hongkong-Dollar (416 Millionen Euro) lag er im Berichtszeitraum um sechs Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Als Gründe führte das Unternehmen vornehmlich die zum Schutz gegen die Covid-19-Pandemie angeordneten „Lockdown-Maßnahmen in den Hauptmärkten der Gruppe“ sowie die vom Management beschlossene Einstellung der stationären Einzelhandelsaktivitäten im gesamten asiatisch-pazifischen Raum an. Für einen Lichtblick sorgte das eigene Onlinegeschäft mit einem Umsatzplus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Obwohl die Konsumgüterindustrie im ersten Halbjahr 2021 aufgrund des Wiederaufflammens der Pandemie in einigen Ländern, des herausfordernden Arbeitsmarkts sowie der Klimaveränderungen weiterhin mit höherem Druck und großen Herausforderungen konfrontiert war, konnte der Konzern die negativen Auswirkungen deutlich gesunkener Kundenfrequenzen bewältigen sowie seine Kostenkontrollmaßnahmen und seine Entwicklungsstrategien weiter konsequent umsetzen, was zu einer Verbesserung der allgemeinen Betriebsbedingungen führte“, erläuterte Esprit. Seine vollständigen Halbjahreszahlen will das Unternehmen gegen Ende des Monats vorlegen.