Fortschritte in Deutschland: Primark steigert Halbjahresumsatz

Der irische Textildiscounter Primark hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/20 ein solides Umsatzplus erzielt. Das geht aus einer Zwischenmitteilung hervor, die der Mutterkonzern Associated British Foods plc (ABF) am Montag vorlegte. Demnach hat der Bekleidungshändler auch seine zwischenzeitlichen Probleme auf dem deutschen Markt wieder in den Griff bekommen.

In den 24 Wochen vor dem 29. Februar erzielte Primark den vorliegenden Zahlen zufolge voraussichtlich ein Umsatzplus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Wechselkursveränderungen lag die Wachstumsrate bei 4,2 Prozent. Nach Angaben des Konzerns sorgten neu eröffnete Filialen für die Steigerung. Auf vergleichbarer Fläche seien die Erlöse konstant geblieben.

Auch beim ausgewiesenen operativen Gewinn konnte sich Primark verbessern. Bereinigt um Währungseffekte und die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 liege das Betriebsergebnis aufgrund einer niedrigeren Bruttomarge aber unter dem entsprechenden Vorjahresniveau, erklärte das Unternehmen. Den vollständigen Halbjahresbericht will der Mutterkonzern am 21. April vorlegen.

In Großbritannien konnte der Discounter seinen Umsatz im Berichtszeitraum überdurchschnittlich steigern: Dort wuchsen die Erlöse um 3,0 Prozent. Neueröffnungen hätten einen flächenbereinigten Umsatzrückgang um 1,3 Prozent mehr als ausgeglichen, erläuterte Primark. Nach guten Geschäften im November und Dezember habe sich die Nachfrage im Januar und Februar allerdings abgeschwächt.

Der Textildiscounter sieht „merkliche Verbesserungen“ im lange schwächelnden Deutschland-Geschäft

Dank „besonders starker Zuwächse“ in Frankreich, Belgien und Italien erzielte der Einzelhändler in den Ländern der Eurozone ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 5,3 Prozent. Dabei konnte Primark seine Erlöse auch auf vergleichbarer Fläche leicht verbessern (+0,5 Prozent). Neben „exzellenten“ flächenbereinigten Zuwächsen in Italien und Frankreich registrierte der Konzern auch einen Aufwärtstrend in Deutschland. Nachdem die schwache Nachfrage hierzulande dem Discounter im vergangenen Jahr einige Sorgen bereitet hatte, konnte Primark nun eine „merkliche Verbesserung“ melden. Diese führte das Unternehmen auf „operative Veränderungen“ zurück, die das neu aufgestellte Führungsteam für den deutschen Markt eingeleitet hatte. Positiv entwickelte sich auch das Geschäft in den USA. Dort steigerte Primark seinen Umsatz auf vergleichbarer Fläche und setzte seine weiterhin „starke“ Entwicklung fort.

Seit dem Beginn des Geschäftsjahres baute der Bekleidungshändler sein Filialnetz weiter aus. So wurde hierzulande auch ein neuer Store in Kiel eröffnet. Im Zuge der eingeleiteten Reformmaßnahmen verkleinerte Primark aber gleichzeitig die Flächen zweier deutscher Filialen.

Weltweit verfügen die Iren derzeit über 375 Standorte. Im zweiten Halbjahr sollen weitere hinzukommen. So ist auch eine Neueröffnung im Berliner Einkaufszentrum Gropius Passagen geplant.

Foto: Primark

 

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