Gerry Weber steht vor der Rückkehr an die Börse

Der Bekleidungsanbieter Gerry Weber International AG will nach dem Abschluss seines Insolvenzverfahrens zurück an die Börse. Am Donnerstag verkündete der Konzern, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) die Zulassung von rund 1,25 Millionen neuen Aktien des Unternehmens zum Börsenhandel gebilligt habe.

„Damit steht nach der erfolgreichen Beendigung der Insolvenz Ende 2019 die Zulassung des gesamten Grundkapitals der GWI zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und im regulierten Markt der Börse Düsseldorf bevor“, erklärte Gerry Weber. Eine entsprechende Entscheidung der Frankfurter Börse werde „in Kürze“ erwartet. Das Unternehmen rechnet damit, dass sämtliche Aktien ab dem 19. Oktober wieder gehandelt werden können.

Im Zuge der Umsetzung des Insolvenzplans hatte sich vor knapp einem Jahr die Eigentümerstruktur des Konzerns grundlegend geändert. Damals hatten alle Altaktionäre ihre Anteile aufgeben müssen. Derzeit halten nach Angaben des Unternehmens die beiden Investoren Whitebox Advisors und Robus Capital Management jeweils 42 Prozent der Anteile, die restlichen 16 Prozent sind im Besitz der J.P. Morgan Securities plc.

Gerry Weber geht nun davon aus, dass die derzeitigen Eigentümer bereit sein werden, „Aktien aus ihrem Bestand über den Kapitalmarkt zu veräußern, um so die Aktionärsbasis der Gesellschaft zu verbreitern und die Börsenliquidität weiter zu steigern“. Ziel des Konzerns sei es „nach Beendigung der Insolvenz und trotz der Covid-19-Pandemie zu einer Normalisierung unseres Kapitalmarktauftritts zurückkehren zu können“, erklärte Vorstandsmitglied Florian Frank in einer Mitteilung.

Foto: Gerry Weber Facebook-Page

 

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