Hennes & Mauritz: Corona-Krise lässt Umsatz um 57 Prozent einbrechen

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz AB (H&M) informierte am Donnerstag über die aktuellen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung. Im Zeitraum vom 1. März bis zum 6. Mai sei der Umsatz in den jeweiligen Lokalwährungen gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 57 Prozent eingebrochen, erklärte das Unternehmen in einer Zwischenmitteilung.

In allen wichtigen Märkten sackten die Erlöse ab. So gingen sie in Deutschland währungsbereinigt um 46 Prozent zurück. Noch höher waren die Einbußen in Italien (-80 Prozent), Spanien (-76 Prozent), Frankreich (-71 Prozent) und den USA (-71 Prozent). In der schwedischen Heimat sank der Umsatz um 31 Prozent.

Derzeit sind nach Angaben von Hennes & Mauritz noch sechzig Prozent der weltweit insgesamt 5.061 Filialen geschlossen. In den Märkten, in denen die Stores nach der Lockerung der lokalen Schutzmaßnahmen wieder geöffnet werden konnten, sei die Nachfrage bislang „verhalten“. So geht der Konzern davon aus, das zweite Quartal mit einem Verlust abzuschließen, obwohl er seine operativen Kosten durch gezielte Einsparungen um etwa zwanzig bis 25 Prozent senken konnte. Die eingeleiteten Maßnahmen reichten nicht aus, um den Umsatzeinbruch wettzumachen, erklärte das Unternehmen. Die Liquidität des Konzerns sei aber weiterhin „gut“.

Gründerenkel wird Aufsichtsratschef bei H&M

Gründerenkel Karl-Johan Persson wurde am Donnerstag auf der Hauptversammlung offiziell zum Nachfolger seiner Vaters Stefan Persson auf dem Posten gewählt.

Stefan Persson, der sowohl Sohn von H&M-Gründer Erling Persson als auch Haupteigentümer der Unternehmensgruppe ist, war mehr als 20 Jahren lang Aufsichtsratschef des Konzerns. Er hatte sich seinen Sohn ausdrücklich als Nachfolger auf dem Posten gewünscht. Vor dem geplanten Personalwechsel hatte Karl-Johan Persson Ende Januar sein bisheriges Amt als CEO von H&M an Helena Helmersson abgegeben. (FashionUnited/dpa)

Foto: Hennes & Mauritz

 

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