Hennes & Mauritz will Jahresdividende streichen

Die Aktionäre des schwedischen Bekleidungskonzerns Hennes & Mauritz AB (H&M) müssen in diesem Jahr voraussichtlich auf ihre Dividende verzichten. Das teilte die Unternehmensgruppe, zu der Konzepte wie H&M, Cos, & Other Stories, Arket und Weekday gehören, am Montag mit. Begründet wurde die Maßnahme mit den aktuellen geschäftlichen Auswirkungen der Covid-19-Epidemie.

„Seit der Verwaltungsrat seinen ursprünglichen Dividendenvorschlag unterbreitete, hat sich die Marktsituation drastisch verändert“, erläuterte Chairman Stefan Persson in einer Mitteilung. Angesichts „der gegenwärtigen Lage und der Unsicherheit bezüglich der weiteren Marktentwicklung“ habe das Gremium daher am Montag entschieden, den Vorschlag zurückzuziehen. Dieser hatte für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Dividende in Höhe von 9,75 Schwedischen Kronen pro Aktie und damit die Ausschüttung von insgesamt 16 Milliarden Schwedischen Kronen (1,4 Milliarden Euro) an die Anteilseigner vorgesehen.

Stattdessen will der Verwaltungsrat nun den kompletten Verzicht auf eine Dividende zur Abstimmung stellen. „Ich bin überzeugt, dass es die beste Entscheidung in dieser Situation ist, um die ohnehin starke Finanzposition des Unternehmens weiter zu stärken und so unsere zukünftige Handlungsfreiheit zu sichern“, erklärte Persson.

Am Montag waren nach Angaben des Konzerns 3.441 der weltweit 5.062 Filialen geschlossen. In den noch geöffneten Läden sei die Nachfrage zurückhaltend. Insgesamt habe die Situation „erhebliche negative Auswirkungen“ auf die Umsatzentwicklung im März, erklärte das Unternehmen.

Derzeit bemüht sich Hennes & Mauritz darum, die laufenden Kosten zu senken. Dabei wird auch über die zumindest zeitweise Freistellung von Beschäftigten verhandelt. „Weltweit werden davon wahrscheinlich zehntausende Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens betroffen sein“, warnte der Bekleidungshändler. Es sei aber gegenwärtig nicht möglich, eine genaue Anzahl zu nennen.

Foto: Hennes & Mauritz, ©Robert Lindholm
 

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